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Politik

Qualitätssicherung: Krankenhäuser erzielen bessere Ergebnisse

Mittwoch, 30. Dezember 2020

/dpa

Berlin – Die Ergebnisse von 33 der 221 Qualitätsindikatoren, für die die Krankenhäuser im Rahmen der externen Qualitätssicherung Daten erheben, haben sich im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr verbes­sert. Das geht aus dem Qualitätsreport 2020 hervor, den das Institut für Qualitätssicherung und Transpa­renz (IQTIG) im Auftrag des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) erstellt hat.

Drei der Indikatoren haben sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. 169 Indikatoren blieben unver­ändert. Bei 14 Indikatoren konnte keine Aussage über eine Veränderung getroffen werden, weil diese neu eingeführt wurden oder sich verändert haben.

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Die 221 Qualitätsindikatoren verteilen sich auf 24 Indikationen: von der Karotis-Revaskularisation über ambulant erworbene Pneumonien und die Mammachirurgie bis zur Herzschrittmacherversorgung.

Verbessert haben sich die Ergebnisse zum Beispiel bei dem Indikator „Keine postprozedurale fachneuro­logische Untersuchung trotz periprozedural neu aufgetretenem neurologischen Defizit“ im Bereich der Karotis-Revaskularisation (von 8,84 auf 3,38 Prozent) oder bei dem Indikator „Zeitlicher Abstand von un­ter 7 Tagen zwischen Diagnose und Operation“ im Bereich der Mammachirurgie (von 4,01 auf 3,31 Pro­zent).

Verschlechtert hat sich zum Beispiel der Indikator „Akzeptable Reizschwellen und Signalamplitutden bei intraoperativen Messungen“ im Bereich der Herzschrittmacherversorgung (von 95,74 auf 95,44 Prozent).

Besonderer Handlungsbedarf in zwölf Fällen

Bei jeder Indikation werden die Daten von einer Bundesfachgruppe sowie vom IQTIG bewertet, die fest­stellen, ob in den jeweiligen Qualitätsindikatoren ein besonderer Handlungsbedarf vorliegt oder nicht.

Bei 12 der 221 Indikatoren wurde dabei ein besonderer Handlungsbedarf festgestellt, zum Beispiel bei den Indikatoren „Vollständige Bestimmung klinischer Stabilitäts¬kriterien bis zur Entlassung“ und „Be­stimmung der Atemfrequenz bei Aufnahme“ im Bereich der ambulant erworbenen Pneumonie.

„Im Indikator ‚Bestimmung der Atemfrequenz bei Aufnahme‘ haben sich die rechnerischen Ergebnisse in den letzten zwei Jahren geringfügig verbessert, gleichzeitig liegt wie im Indikator zur vollständigen Bestimmung klinischer Stabilitätskriterien bis zur Entlassung auch in diesem Indikator der Anteil der statistisch auffälligen Krankenhäuser bei über 10 Prozent (10,50 Prozent) und der Anteil qualitativer Auffälligkeiten an allen Krankenhäusern mit mindestens einem Fall im jeweiligen Indikator bei über 5 Prozent (5,17 Prozent)“, heißt es dazu im Qualitätsreport.

„Obwohl die Ergebnisse sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert haben, liegen sie immer noch leicht oberhalb der definierten Schwellenwerte.“ Deshalb sieht das IQTIG hier weiterhin einen besonderen Handlungsbedarf.

Sozialdaten der Krankenkassen ausgewertet

Insgesamt wurden für den Qualitätsreport etwa 3,5 Millionen Datensätze ausgewertet. Drei der 24 Qua­litätssicherungsverfahren stammten dabei aus der einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung, die auch Daten aus der ambulanten Versorgung beinhaltet.

Erstmalig wurden zudem Sozialdaten der Krankenkassen ausgewertet, bei der es um die Sterblichkeit auf Einrichtungsebene geht. „Für das Verfahren ‚Vermeidung nosokomialer Infektionen – postoperative Wundinfektionen‘ werden nach derzeitiger Einschätzung die Ergebnisse der fallbezogenen Dokumenta­tion von postoperativen Wundinfektionen auf der Basis von Sozialdaten erstmals Ende 2020 zur Verfü­gung stehen“, erklärte das IQTIG Mitte Dezember. © fos/aerzteblatt.de

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