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Ausland

FDA: Impfstofffläschchen von Pfizer können Extradosen enthalten

Donnerstag, 17. Dezember 2020

/picture alliance, PA Wire, Chris Jackson

Washington – Einige der Fläschchen mit dem Coronaimpfstoff von Pfizer und Biontech können nach Angaben der US-Arzneimittelbehörde FDA verwertbare zusätzliche Dosen des Vakzins enthalten. Der Inhalt der Glasgefäße sei üblicherweise für fünf Dosen gedacht, schrieb die Behörde auf Twitter.

In manchen Fällen reiche das Präparat der in den USA verteilten Fläschchen aber für eine sechste oder sogar siebte Dosis. Ob auch in den für Deutschland vorgesehenen Impfstofffläschchen mehr drin ist, war zunächst unklar.

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Angesichts des Gesundheitsnotstands im Kampf gegen die Pandemie sei es bis zu einer endgültigen Klärung in den USA zunächst zulässig, den überschüssigen Inhalt eines Fläschchens für Impfungen zu verwenden, so die FDA.

Es müsse aber gewährleistet sein, dass diese Menge jeweils für eine komplette Dosis ausreiche, betonte die FDA. Auf keinen Fall dürften Reste aus verschiedenen Fläschchen vermengt werden, warnte die Be­hörde mit Blick auf das Risiko einer potenziellen Verunreinigung.

Wie das US-Nachrichtenportal „Politico“ schrieb, waren Apotheker in Krankenhäusern auf den überschüssi­gen Impfstoff in den Fläschchen aufmerksam geworden. Da zunächst Unklarheit über die Verwendung ge­herrscht habe, seien Hunderte von Extradosen weggeworfen worden, seit am vergan­genen Montag in dem Land die Impfungen mit dem Präparat der Unternehmen Biontech aus Mainz und Pfizer aus den USA begannen.

Dieses hatte eine Notzulassung der Arzneimittelbehörde erhalten. Die USA haben bislang 100 Millionen Dosen dieses Vakzins gekauft. Angesichts der Impfstoffknappheit seien die Extradosen sehr willkommen, schrieb Politico. Sie könnten das vorhandene Angebot womöglich um bis zu 40 Prozent steigern.

„Die Impfstoffmenge, die nach dem Entfernen von fünf Dosen in dem Mehrfachdosis-Fläschchen übrig bleibt, kann je nach Art der verwendeten Nadeln und Spritzen variieren“, zitierte „Politico“ eine Pfizer-Sprecherin.

Eine Expertin der Universität von Utah sagte dem Portal, dass Hersteller normalerweise etwas mehr Impfstoff abfüllen, so dass genügend übrig bleibt, falls mal etwas verschüttet wird. Ungewöhn­lich sei aber, dass eine Extradosis oder sogar mehr enthalten sei. © dpa/aerzteblatt.de

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