szmtag Gesundheitsdaten: Experten plädieren für offenes Portal
NewsVermischtesGesundheitsdaten: Experten plädieren für offenes Portal
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Gesundheitsdaten: Experten plädieren für offenes Portal

Dienstag, 29. Dezember 2020

/Cybrain, stockadobecom

Potsdam – Der Wissenschaftliche Beirat für Digitale Transformation der AOK Nordost hat vorgeschlagen, möglichst viele Sachdaten aus dem Gesundheitswesen in einem öffentlich zugänglichen Portal bereit zu stellen. Dadurch könne die Versorgungsplanung deutlich verbessert werden, so die Experten.

Beispielsweise wäre es mit einer solchen frei zugänglichen, tagesaktuellen Dateninfrastruktur bereits zu Beginn der SARS-CoV-2Pandemie möglich gewesen, die Anzahl von Intensivbetten und ihre Belegung „auf Knopfdruck“ abzulesen, heißt es in einem aktuellen Positionspapier des unabhängigen Gremiums.

Anzeige

„Wir brauchen ein Portal für das Gesundheitswesen, das für die Bereitstellung von versorgungsrelevan­ten Sachdaten und damit für eine bessere Versorgungsplanung und Kapazitätssteuerung genutzt werden kann“, erläuterte Beirats-Sprecherin Inga Bergen.

Auf der Basis solcher Daten könnten Startups auch Anwendungen entwickeln, die einen unmittelbaren Nutzen stiften. Überdies fördere das vorgeschlagene Portal eine fakten- und evidenzbasierte Diskussion und Meinungsbildung.

Dem Beirat der AOK Nordost zufolge sollte das Portals für offene versorgungsrelevante Sachdaten auf den „Open Data“-Initiativen aufbauen. Demnach sollten öffentliche Daten, die letztlich aus Steuergeldern finanziert wurden, in maschinenlesbarer Form kostenfrei zur Verfügung gestellt werden müssen. Dies werde derzeit bereits für Verwaltungsdaten umgesetzt, geregelt in Open Data-Gesetzen des Bundes und der Länder.

Das Expertengremium hat angeregt, dies nun auf Daten aus dem Gesundheitswesen, insbesondere von den Leistungserbringern auszuweiten. Den Datenschutz sieht das Gremium dabei gewahrt: Die für die Versorgungsplanung benötigten Daten seien keine personenbezogenen Daten, sondern Statistiken sowie Sachdaten über Ausstattungen, Kapazitäten oder Behandlungsstandards.

Konzeption und Umsetzung eines derartigen Portals nehme natürlich Zeit in Anspruch, man beginne aber nicht bei null, so Inga Bergen. Das Sozialgesetzbuch enthalte seit diesem Jahr Regelungen, wonach etwa die Krankenkassen Versorgungsinnovationen fördern und entsprechende Daten auswerten sollen. © hil/sb/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER