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Politik

Telenotarzt Bayern: Innovationsausschuss empfiehlt Transfer in die Regelversorgung

Mittwoch, 30. Dezember 2020

/dpa

Berlin – Zwei der 150 Projekte im Förderbereich der neuen Versorgungsformen konnten im Dezember abgeschlossen werden. Dies teilte der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) mit.

Eine Überführung in die Regelversorgung empfahl der Innovationsausschuss für Ansätze des Projektes Telenotarzt Bayern, bei der die Notfallversorgung im Rettungsdienst einer ländlichen Region telemedizi­nisch unterstützt wird. Für das Konzept zur Intensivprophylaxe für Kinder mit zahnärztlicher Sanierung unter Narkose (IpKiSuN) konnte ein solcher Transfer nicht empfohlen werden.

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Basis der Entscheidung des Innovationsausschusses waren die vorgelegten Ergebnis- und Evaluationsbe­richte der Projekte. Weitere Empfehlungen im Bereich der neuen Versorgungsformen wird der Innovati­ons­ausschuss voraussichtlich im 1. Quartal 2021 abgeben.

„Nachdem der Innovationsausschuss im Bereich der Versorgungsforschung schon mehrere Ergebnis­be­richte abgenommen und für einige Projektergebnisse auch Empfehlungen ausgesprochen hat, konnte er das jetzt erstmals auch für den Bereich der neuen Versorgungsformen tun“, erläuterte Josef Hecken, Vor­sitzender des Innovationsausschusses beim G-BA.

Für den Ansatz des Telenotarztkonzepts zur Optimierung der Notfallrettung in strukturschwachen Ge­gen­­den wurde in Bayern bereits eine flächendeckende Einführung beschlossen. Auch Nordrhein-Westfa­len sei laut Hecken an einer Einführung interessiert.

Da der Rettungsdienst durch Landesgesetze geregelt ist, werden die erzielten Erkenntnisse an die Ge­sund­heitsministerien der Bundesländer weitergeleitet. Sie entscheiden, ob das Telenotarzt-Konzept in ihrem Bundesland sinnvoll etabliert werden kann und ob dafür gegebenenfalls bestehende rettungs­dienstliche Landesgesetze reformiert werden müssen.

Hintergrund: Projektförderung durch den Innovationsausschuss

Der G-BA erhielt 2016 vom Gesetzgeber den Auftrag, mit den Mitteln des Innovationsfonds solche Pro­jek­te zu fördern, die über die bisherige regelhafte Gesundheitsversorgung in der gesetzlichen Kranken­ver­sicherung in Deutschland hinausgehen, und gezielte Impulse für die innovative Weiterentwicklung des Gesundheitswesens zu geben.

Hierfür wurde beim G-BA ein Innovationsausschuss eingerichtet. Die Mittel werden von den gesetzlichen Krankenkassen und aus dem Gesundheitsfonds getragen und vom Bundesamt für Soziale Sicherung ver­waltet.

Weitere Informationen zur Arbeit des Innovationsausschusses, Förderbekanntmachungen und laufende sowie abgeschlossene Projekte finden Sie auf der Website des Innovationsausschusses. © EB/aerzteblatt.de

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