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Politik

Grüne hätten Pflegenotstand früher thematisieren müssen

Montag, 21. Dezember 2020

Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen/ picture alliance, Kay Nietfeld

Berlin – Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat mit Blick auf den Anfang der Coronapandemie nicht nur der Regierung Fehler vorgeworfen, sondern auch eigene Versäumnisse eingeräumt. Im ARD-Morgen­ma­ga­zin sagte Baerbock heute auf die Frage, wofür sie um Verzeihung bitte: „Dass auch wir als Grüne, dass auch ich die Dramatik in den Krankenhäusern am Anfang nicht noch stärker thematisiert haben.“ Sie ver­wies auf hunderttausende fehlende Pflegestellen.

„Was wir jetzt erleben, dass Krankenhäuser kollabieren, weil es nicht genug Pflegekräfte gibt, das ist ja nicht erst seit Corona bekannt“, sagte Baerbock, die zu ihrem persönlichen Jahresrückblick befragt wurde. Im Gesundheitssystem „wirklich etwas anders zu machen, mehr auf Vorsorge, auf Vorausschau zu achten, das hätte man schon vor ein paar Jahren anders machen müssen, auch wir Grüne“.

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Den Regierungen in Bund und Ländern warf sie vor, dass sie nicht schon ganz am Anfang der Pandemie klare Prioritäten gesetzt hätten. Die Schutzbedürftigsten hätten „wirklich unter besonderen Schutz ge­stellt werden müssen“, sagte die Grünen-Vorsitzende und nannte als Beispiele: „Dieses ‚Wir schließen jeden Spielplatz‘ war wirklich fatal für Kinderseelen, auf der anderen Seite in den Pflegeheimen, dass Menschen ohne Sterbebegleitung gestorben sind.“

Für die Pflegeheime habe sich die Lage verbessert, Besuche seien wieder möglich. Aber die Schulen gin­gen jetzt in die vierten Ferien seit Beginn der Pandemie „und wieder passiert nichts“. Baerbock kritisier­te: „Das ist aus meiner Sicht fatal, da hätte man wirklich die Zeit nutzen müssen, um zum Beispiel Luftfil­ter konsequent einzubauen“.

Sie verwies auch auf die Probleme bei der Beschaffung von Masken oder Schutzkleidung für Kranken­häuser am Anfang der Pandemie. „Dieses 'Immer nur auf Sicht fahren' hätte anders laufen müssen“, sagte Baerbock. © afp/aerzteblatt.de

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Avatar #106024
Mabued
am Montag, 21. Dezember 2020, 22:50

mein-wille

Immer noch ist die Schutzausrüstung unzureichend – viel zu klein die Masken – sind für Asiaten passend gemacht, nicht für größere Menschen – sitzen nicht richtig, werden ständig und überall mit den Händen im Gesicht korrigiert, was für eine Keimverschleppung!!! In der Industrie würde die BG und der Arbeitsschutz Sturm laufen.
Pflegekräfte müssen aus der Region der Patienten kommen und nicht aus dem Ausland. Oft kann man als Notarzt Pflegekräfte kaum mehr verstehen – mit Maske ist das fast unmöglich. Wie sollen ältere Menschen – Demente diese Pflegekräfte verstehen.
Endlich müssen wir Industriearbeiter und Pflegekräfte gleich bezahlen und die Nachtschichten/Wechselschichten wie in der Industrie entlohnen. Früher habe ich immer das Argument gehört – der Platz in der Pflege ist nicht so gefährlich wie in der Industrie – deshalb der geringere Lohn.
Wenn die Bezahlung stimmt, werden sich auch viele arbeitslose Menschen aus der Reise-, Flug- und Unterhaltungsbranche, sowie aus dem Hotel-, und Gastronomiebereich … umschulen lassen.
LNS
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