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Politik

Bund sichert mehr Coronaimpfdosen für Deutschland

Montag, 21. Dezember 2020

/picture alliance, Laci Perenyi

Berlin – Die Bundesregierung hat mehr Dosen für Impfungen gegen das Coronavirus für Deutschland ge­sichert. Vom ersten Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer kom­men aus einer EU-weiten Bestellung nun 55,8 Millionen statt zunächst vorgesehener 40 Millionen Do­sen, wie das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) vorgestern auf Anfrage mitteilte.

Daneben seien über nationale Zusagen auch schon weitere 30 Millionen Impfdosen dieses Präparats ge­sichert worden. Heute will die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) ihre Beurteilung über den SARS-CoV-2-Impfstoff von Biontech/Pfizer abgeben, danach wird eine Zulassung durch die EU-Kommission erwartet. Bund und Länder stellen sich dann auf einen Beginn von Impfungen am 27. Dezember ein.

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Vom zweiten aussichtsreichen Impfstoff des US-Konzerns Moderna hat Deutschland nun dem Gesund­heits­ministerium zufolge über das EU-Kontingent 50,5 Millionen Impfdosen gesichert. Zusammen mit 85,8 Millionen Dosen von Biontech/Pfizer seien damit 136,3 Millionen Dosen sicher, von denen nahezu alle 2021 ausgeliefert werden könnten.

Da jeweils zwei Dosen benötigt werden, ließen sich so rein rechnerisch 68,2 Millionen Bürger impfen – bei insgesamt 83 Millionen Einwohnern in Deutschland. Der Moderna-Impfstoff hatte am Freitagabend eine Notfallzulassung in den USA erhalten.

Weitere Impfstoffe geordert

Zusätzlich wurden für Deutschland noch weitere Impfstoffe, deren Zulassung noch aussteht, geordert. Über die EU wurden den Angaben zufolge 42 Millionen Impfdosen des deutschen Herstellers Curevac bestellt, zuzüglich 20 Millionen Dosen von Curevac auf nationaler Ebene. Von dem Impfstoff der Firma AstraZeneca solle Deutschland über die EU 56,2 Millionen Dosen erhalten, vom Impfstoff der Firma Johnson & Johnson weitere 37,25 Millionen.

„Jede Dose, die Deutschland erreicht, wird unverzüglich zu den Impfzentren zur Impfung weiterverteilt“, sagte gestern ein Sprecher des BMG. Ab dem geplanten Impfbeginn am 27. Dezember werde es „ein kontinuierliches Aufwachsen der täglichen beziehungsweise wöchentlichen Lieferungen geben“. Im Januar wird demnach mit drei bis vier Millionen Dosen gerechnet, bis Ende März sollen es insgesamt 11 bis 13 Millionen Dosen sein.

Anlaufen sollen die Impfungen gebündelt in mehr als 400 regionalen Impfzentren der Länder. Mobile Impfteams sollen in Pflegeheime und Kliniken gehen. Erst später sollen Ärzte in der Fläche übernehmen.

„Wir gehen derzeit davon aus, dass die Praxen vermutlich im Sommer impfen werden“, sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) Andreas Gassen. Der zuerst zur Verfügung stehende Impfstoff müsse bei minus 70 Grad gelagert werden, was in Praxen so nicht handhabbar sei. Wenn ein Impfstoff da sei, der nicht so extrem gekühlt sein müsse, könne es aber direkt losgehen. © dpa/afp/aerzteblatt.de

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