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Ärzteschaft

Ärztlicher Pandemierat appelliert an Bevölkerung, Eindämmungsmaßnahmen einzuhalten

Montag, 21. Dezember 2020

/picture alliance, Sebastian Kahnert

Berlin – Die Bevölkerung solle die allgemeinen Schutz- und Hygienemaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus SARS-CoV-2 weiterhin strikt einhalten – diesen Appell veröffentlichte der Ärztliche Pande­mierat der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) heute kurz vor den Feiertagen. Dies gelte insbesondere angesichts schnell steigender SARS-CoV-2-Neuinfektionszahlen und einer stark angespannten Versorgungslage in den Krankenhäusern, so der Pandemierat.

Der Einsatz von Coronaschnelltests (PoC-Antigentests) könne mit dazu beitragen, Infektionen schnell zu erkennen, negative Testergebnisse dürften aber keinesfalls zu einer Scheinsicherheit führen und zu ei­nem sorglosen Umgang mit den Gefahren des Virus verleiten. Die interdisziplinär organisierte Arbeits­gruppe Teststrategie des Ärztlichen Pandemierats hat zur kontinuierlichen Verbesserung der nationalen Teststrategie ein Thesenpapier erarbeitet.

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„Der Nutzen des Einsatzes von Antigenschnelltests liegt im Wesentlichen in der schnellen Verfügbarkeit der Testergebnisse. Neben der Testqualität des jeweiligen Herstellers sind die ärztliche Begleitung und die Probenentnahme durch geschultes Personal wichtige Voraussetzungen für verlässliche Ergebnisse, die dennoch nur Momentaufnahmen mit einer kurzfristigen Gültigkeit darstellen“, betonen die ärztlichen Experten. Bereits am nächsten Tag könne im Fall einer Infektion ein zuvor negativer Antigenschnelltest positiv ausfallen.

Aus diesem Grund müssten die allgemeinen Schutz- und Hygienekonzepte gemäß der AHA-L-A-Regeln („Abstand halten“, „Hygiene-Maßnahmen beachten“, „Alltagsmaske tragen“, „Lüften“ und „App zur Coro­nawarnung“) weiterhin konsequent befolgt werden. Gleiches gelte für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zur Kontaktreduzierung. Die Gesamtreduktion der Kontakte hänge davon ab, dass insgesamt nur wenige Menschen zur eigenen Kontaktgruppe gehören. Insbesondere sollten täglich wechselnde Gruppenzusammensetzungen vermieden werden.

Jegliche Testungen zum Nachweis von SARS-CoV-2 ohne konkrete Einbindung in ein wirksames Hygiene- und Verhaltenskonzept würden das hohe Risiko bergen, dass mit einem negativen Befund eine Scheinsi­cherheit verbunden wird, die Anlass zu nicht ausreichend konsequenter Anwendung geltender Hygiene- und Verhaltensregeln sein kann, warnt der Pandemierat in seinem Thesenpapier. Dies gelte insbeson­de­re für die unkritische Anwendung der PoC-Antigentests in Einrichtungen zur Betreuung und Pflege älte­rer oder behinderter Menschen.

Der Nutzen des Einsatzes von PoC-Antigenteste hänge daher von der professionellen und ärztlich beglei­teten und verantworteten Umsetzung von Testkonzepten ab. Bei der Auswahl von PoC-Antigentests wür­den für die Anwender zudem leichter verstehbare herstellerunabhängige Einschätzungen und Bewertun­gen der Leistungsfähigkeit der Tests benötigt. Nur so könnten Anwender eine bestmögliche Auswahl aus den verfügbaren Angeboten treffen. © aha/aerzteblatt.de

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