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Medizin

Metabolisches Syndrom des Mannes kann Schwangerschaft seiner Frau gefährden

Dienstag, 29. Dezember 2020

/Gecko Studio, stock.adobe.com

Palo Alto/Kalifornien – Der Gesundheitszustand des Mannes kann den Verlauf der Schwangerschaft seiner Frau beeinflussen. In einer US-Studie kam es häufiger zu ektopischen Schwangerschaften, Fehl- und Totgeburten, wenn der Mann eine oder mehrere Komponenten eines metabolischen Syndroms aufwies, wie die jetzt in Human Reproduction (2020; DOI: 10.1093/humrep/deaa332) publizierten Ergebnisse zeigen.

Es war bekannt, dass mit zunehmendem Alter die Chance auf eine erfolgreiche Schwangerschaft abnimmt. Dabei spielt nicht nur das Alter der Schwangeren eine Rolle. Auch ein zunehmendes Alter des Vaters kann die Chance auf eine erfolgreiche Schwangerschaft verhindern. Die Ursachen sind nicht genau bekannt. Epigenetische Schäden der Spermien-DNA wären jedoch ein plausibler Mechanismus. Sie könnten dazu führen, dass im Embryo und im Teil der Plazenta, der seinen Ursprung in der befruchteten Eizelle hat, nicht alle benötigten Gene aktiviert werden können.

Ein Grund hierfür könnte neben dem Alter auch ein schlechter Gesundheitszustand des Vaters sein. Die häufigste Gesundheitsstörung in den reicheren Ländern ist heute ein metabolisches Syndrom. Es ist gekennzeichnet durch erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte und einen erhöhten Blutdruck von häufig adipösen Personen mit einer verminderten körperlichen Fitness. Mindestens eine dieser Komponenten lag im Alter von 35,3 Jahren bei jedem vierten von 958.601 Männer einer US-Kohorte vor, deren Frauen ein Kind erwarteten.

Wie Michael Eisenberg von der Stanford University School of Medicine in Palo Alto herausgefunden hat, sank mit der Zahl der Komponenten des metabolischen Syndroms beim Mann, die Wahrscheinlichkeit auf einen erfolgreichen Ausgang der Schwangerschaft seiner Frau: Bei Stoffwechsel-gesunden Vätern kam es nur bei 17 % der Schwangerschaften zu Eileiterschwangerschaft, Fehl- oder Totgeburt. Bei einer Kompo­nente des metabolischen Syndroms stieg das Risiko auf 21 %, bei 2 Komponenten auf 23 % und bei 3 oder mehr Komponenten auf 27 %.

Eisenberg ermittelte ein relatives Risiko von 1,10 mit einem 95-%-Konfidenzintervall von 1,09 bis 1,12 bei Vorliegen einer Komponente des metabolischen Syndroms. Bei 2 Komponenten stieg es auf 1,15 (1,13 bis 1,17) und bei 3 oder mehr Komponenten auf 1,19 (1,14 bis 1,24). Ähnliche Assoziationen wurden auch mit dem Charlson-Komorbiditätsindex und der Zahl der chronischen Erkrankungen beim Mann gefunden. © rme/aerzteblatt.de

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