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Fünf Tote bei Anschlag auf Gefängnis-Ärzte in Kabul

Dienstag, 22. Dezember 2020

/picture alliance, Rahmat Gul

Kabul – Bei einem Anschlag in Kabul sind heute vier Ärzte getötet worden, die in einem Gefängnis mit hunderten inhaftierten Taliban gearbeitet haben.

Nach Angaben eines Polizeisprechers war an dem Fahrzeug der Ärzte eine „magnetische Bombe“ ange­bracht, die in einem südlichen Stadtteil der afghanischen Hauptstadt explodierte. Durch die Detonation sei auch ein Passant getötet worden, zwei weitere Menschen wurden verletzt.

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Die Ärzte waren auf dem Weg zum Gefängnis Pul-e-Tscharchi im Osten Kabuls, in dem hunderte Kämpfer der radikalislamischen Taliban sowie kriminelle Straftäter inhaftiert sind. Kabul erlebt derzeit eine Welle der Gewalt, obwohl die afghanische Regierung seit September in Doha Friedensgespräche mit Vertretern der radikalislamischen Taliban führt.

Die Anschläge richten sich gegen bekannte Persönlichkeiten, darunter Politiker, Menschenrechtsakti­vis­ten und Journalisten, und haben auch in anderen Provinzen des Landes zugenommen. Für einige der An­schläge in Kabul mit Dutzenden Toten übernahm die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Ver­antwortung.

Erst vorgestern waren durch die Explosion einer Autobombe in Kabul zehn Menschen getötet und mehr als 50 weitere verletzt worden. Unter den Verletzten war auch der Abgeordnete Chan Mohammed Wardak.

Wenige Tage zuvor kam der stellvertretende Gouverneur der Provinz Kabul, Mahbobullah Mohebi, bei einem ähnlichen Anschlag ums Leben. Gestern wurde der afghanische Journalist Rahmatullah Neksad von Angreifern in der westlichen Stadt Ghasni mutmaßlich gezielt erschossen. Er arbeitete seit 2007 für die Nachrichtenagentur Associated Press und zuvor für den Fernsehsender Al-Jazeera. © afp/aerzteblatt.de

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