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Studie zur Versorgungslage bei der Opioidtherapie

Mittwoch, 23. Dezember 2020

/Victor Moussa, stockadobecom

Duisburg/Essen – Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE) untersuchen gemeinsam mit dem Berufsverband der Ärzte und Psychologischen Psychotherapeuten in der Schmerz- und Palliativme­dizin in Deutschland (BVSD) und der DAK-Gesundheit die aktuelle Versorgungslage in der Opioidthera­pie.

„Ziel ist es, aus den Studienergebnissen Empfehlungen abzuleiten, wie das Risiko für Missbrauch und Abhängigkeitserkrankungen minimiert und die Patientensicherheit erhöht werden kann“, erklärte der Projektleiter Jürgen Wasem vom Lehrstuhl für Medizinmanagement der UDE.

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Der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) fördert das Projekt mit insgesamt 668.000 Euro über drei Jahre. Die Wissenschaftler wollen Routinedaten der Krankenkasse auswerten. Dies soll die Häufigkeit und Art einer möglichen Fehlversorgung aufdecken, Unterschiede der Patienten­charakteristika sowie Missbrauch und Abhängigkeitserkrankungen im Hinblick auf Opioide klären.

Außerdem wollen die Forscher 2.300 erwachsene Versicherte befragen, die eine Langzeittherapie mit opioidhaltigen Analgetika erhalten. Darüber hinaus werden 1.200 Haus- und Fachärzte sowie Schmerz­thera­peuten befragt.

„Wir wollen die leitliniengerechte Schmerzversorgung stärken. Unser Fokus liegt auf der Analyse von Langzeitverordnungen opioidhaltiger Analgetika bei erwachsenen Patienten mit nicht-tumorbedingten Schmerzen unter Berücksichtigung von leitlinienbasierten Indikationskriterien“, erklärte der BVSD-Vorsitzende Joachim Nadstawek.

„Opioide können für Schmerzpatienten ein Segen sein. Jedoch bergen sie auch ein enormes Schadenspo­tenzial, wenn sie zu häufig oder falsch eingesetzt werden“, sagte Andreas Storm, Vorsitzender des Vor­stands der DAK-Gesundheit. „Mit unserem gemeinsamen Projekt möchten wir dazu beitragen, dass diese Risiken in Zukunft minimiert werden und Schmerzpatienten weiterhin auf einer soliden Wissensbasis sicher behandelt werden“, betonte er. © hil/aerzteblatt.de

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