szmtag Künstliche Intelligenz unterstützt bei Demenzdiagnostik
NewsMedizinKünstliche Intelligenz unterstützt bei Demenzdiagnostik
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Künstliche Intelligenz unterstützt bei Demenzdiagnostik

Mittwoch, 13. Januar 2021

/Andrey Popov, stock.adobe.com

Erlangen/Nürnberg – In der Demenzdiagnostik wenden Ärzten neben vielem anderen auch den Uhren­test an: Der Patient erhält ein Blatt Papier mit einem vorgezeichneten Kreis und soll die Ziffern einer Uhr und anschließend eine bestimmte Uhrzeit einzeichnen. Je nachdem, wie stark die Zeich­nung von der richtigen Lösung abweicht, lassen sich Rückschlüsse auf das Ausmaß der Hirnfunktions­störung ziehen.

Wissenschaftler am Lehrstuhl für Mustererkennung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürn­berg (FAU) haben jetzt künstliche neuronale Netze mit 2.500 solcher Tests gefüttert, um ihnen beizu­brin­gen, diese selbständig auszuwerten. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Scientific Reports erschienen (2020: DOI: 10.1038/s41598-020-74710-9).

Bei der Demenzdiagnostik über den Uhrentest erhält der Patient üblicherweise Punkte, ähnlich wie Schul­­noten zwischen 1 und 6. Ein Punkt bedeutet eine perfekte Lösung, bei 3 ist die Uhr schon fehler­haft, so ist vielleicht nur ein Zeiger eingezeichnet, aber die visuell-räumliche Darstellung ist noch in Ordnung.

Mit steigender Punktzahl werden die gezeichneten Uhren immer unklarer. Ab 3 Punkten gehen Mediziner von einer relevanten kognitiven Störung aus. Die Nürburger Wissenschaftler verarbeiteten 2.500 Uhren­test von 1.315 Patienten, die der Neurologe und Psychiater Markus Weih gesammelt hatte.

Die neuronalen Netze lernten in kurzer Zeit, den Zeichnungen die richtige Diagnose zuzuordnen. „In über 96 % der Fälle ordnen die neuronalen Netzwerke richtig zu, ob es sich um einen nichtpathologischen oder einen pathologischen Befund handelt“, erläuterte Andreas Maier vom Lehrstuhl für Mustererken­nung der FAU.

Und in über 98 % der Fälle sei die zugeordnete Erkrankungsstufe korrekt. Die Hoffnung der Forsch­enden ist es, dass künftig eine einfach zu handhabende App medizinisches Personal in der Diagnose von Demenz unterstützen kann.

„Das Personal muss natürlich auch künftig den Uhrentest kennen und standardisiert anwenden. Doch anschließend kann es die App nutzen, um damit den Test abzufotografieren und sofort eine Auswertung zu bekommen“, so Maier. © hil/aerzteblatt.de

Liebe Leserinnen und Leser,

diesen Artikel können Sie mit dem kostenfreien „Mein-DÄ-Zugang“ lesen.

Sind Sie schon registriert, geben Sie einfach Ihre Zugangsdaten ein.

Oder registrieren Sie sich kostenfrei, um exklusiv diesen Beitrag aufzurufen.

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort


Mit der Registrierung in „Mein-DÄ“ profitieren Sie von folgenden Vorteilen:

Newsletter
Kostenfreie Newsletter mit täglichen Nachrichten aus Medizin und Politik oder aus bestimmten Fachgebieten
cme
Nehmen Sie an der zertifizierten Fortbildung teil
Merkfunktion
Erstellen Sie Merklisten mit Nachrichten, Artikeln und Videos
Kommentarfunktion und Foren
Kommentieren Sie Nachrichten, Artikel und Videos, nehmen Sie an Diskussionen in den Foren teil
Job-Mail
Erhalten Sie zu Ihrer Ärztestellen-Suche passende Jobs per E-Mail.

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #527841
Neurologie hat mit Hirn zu tun
am Samstag, 16. Januar 2021, 12:31

KI ist super !

...aber veräppelt wird üblicherweise der Leser erst zum 1. April.

Wenn so etwas jetzt als Erfolg von KI und Mustererkennung sowie als Arbeitserleichterung für das Personal aus Deutschland vermarktet werden muss dann ...
LNS
VG WortLNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER