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Stiftung: Mehr Anträge auf Zuschüsse für künstliche Befruchtungen

Dienstag, 22. Dezember 2020

/dpa

Erfurt – In Thüringen haben in diesem Jahr mehr unfreiwillig kinderlose Paare einen finanziellen Zu­schuss zu den Kosten einer künstlichen Befruchtung beantragt. Bei der Stiftung HandinHand gingen bislang 550 Anträge ein, wie Geschäftsführer Michael Hoffmeier auf Anfrage sagte. 530 seien bewilligt worden.

Die Stiftung ist seit 2019 Ansprechpartnerin für Paare, denen es auf natürlichem Weg nicht gelingt, Kin­der zu zeugen. Sie können unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss zu den Kosten der oft recht kostspieligen Kinderwunschbehandlung erhalten. Das Geld dafür stellen Bund und Land zur Verfü­gung. Dafür stehen jährlich rund 350.000 Euro zur Verfügung.

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Im vergangenen Jahr hatten 475 verheiratete oder in eheähnlicher Gemeinschaft lebende Paare einen solchen Zuschuss erhalten, 514 hatten einen Antrag gestellt. Unterstützt werden sie bei zwei verschie­de­nen Verfahren der künstlichen Befruchtung, möglich ist das bei jeweils bis zu vier Versuchen.

Dass die Zahl der Anträge im Jahr der Coronapandemie zugenommen habe, sei bemerkenswert, sagte Hoffmeier. „Es gibt da offensichtlich einen Bedarf.“

Die Krankenkassen übernehmen nur einen Teil der Kosten für künstliche Befruchtungen, die Paare müssen einen Eigenanteil beisteuern. Der Zuschuss kann diesen bis zu Hälfte decken, je Versuch können maximal 1.800 Euro gezahlt werden.

Hilfe bei unerfülltem Kinderwunsch ist die jüngste Aufgabe der Stiftung, die seit ihrer Gründung 1992 vor allem Schwangeren und Familien in akuter finanzieller Not hilft. In diesem Jahr erhalten voraussichtlich 2.800 Schwangere und 370 Familien finanzielle Unterstützung.

Dies liegt etwas unter dem Niveau von 2019, als 405 Familien und gut 2700 werdenden Müttern gehol­fen wurde. Hoffmeier rechnet allerdings damit, dass der Hilfsbedarf angesichts der finanziellen Ein­schnitte für viele Familien durch die Coronakrise im nächsten Jahr steigen dürfte. © dpa/aerzteblatt.de

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