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Politik

Spahn übt zum Jahresende Selbstkritik wegen Maskenbeschaffung

Dienstag, 22. Dezember 2020

/picture alliance, Kay Nietfeld

Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) zeigt sich zum Jahresende selbstkritisch. Auf die Frage, für welche Fehler er 2020 um Verzeihung bitten müsse, sagte er der Zeit: „Wir hätten als Bundes­re­gierung früher beginnen sollen, Masken zu besorgen. Und ich hätte das als Ge­sund­heits­mi­nis­ter früher anstoßen sollen.“

Eine Pflegekraft, der im Frühjahr FFP2-Masken fehlten, könne er nur um Verständnis bitten. Auch mit Blick auf seine eigenen Mitarbeiter räumt der Minister Schwächen ein: „Wenn ich es im Nachhinein betrachte, gab es beispielsweise im März und April ein oder zwei extrem angespannte Situationen im Ministerium, in denen ich fairer zu Kolleginnen und Kollegen hätte sein können.“

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Umgekehrt zeigte sich Spahn großzügig: „Ich bin nicht nachtragend.“ Er fügte hinzu: „Unverzeihlich sind für mich nur Ereignisse, bei denen Vertrauen zutiefst missbraucht wurde. Das geschieht höchstens im Priva­ten.“

Im April hatte Jens Spahn im Bundestag mit Bezug auf die Pandemie gesagt, die Deutschen würden einander in den kommenden Monaten viel verzeihen müssen. © afp/aerzteblatt.de

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Avatar #760232
penangexpag
am Donnerstag, 24. Dezember 2020, 08:41

"Wer unter euch ohne Sünde ist....."

Alle haben im Laufe des Jahres dazulernen müssen. Auch die Fachleute waren sich über viele Maßnahmen - so auch die Effizienz von Masken aller Art - nicht einig. Ein Minister ist zunächst Organisator von Maßnahmenbündeln, die z.T. auch invers zueinander sind, also Kompromisse verlangen. Im Rückblick ("wenn man vom Rathaus...") hätte man manche Entscheidung anders getroffen, sicher.
Aber die von Spahn geäußerte Selbstkritik ist sachlich unangebracht und erinnert eher an "politische Selbstkritik". Der Mann hat sich wacker geschlagen - was man von vielen Bürgern nicht sagen kann
Avatar #830245
Hortensie
am Mittwoch, 23. Dezember 2020, 14:54

FFP2 Masken statt "Rotzlappen"

Ich greife den Beitrag weiter unten auch auf.
Denn auch ich denke, dass wir mit FFP-2-Masken oder gar FFP-3-Masken mehr Menschen vor einer Ansteckung hätten bewahren können.
Viele Bürger tragen selbst die provisorischen Masken so locker, dass sie diese auch weglassen könnten. Denn die Schutzwirkung dürfte nicht hoch sein, wenn die Maske nach allen Seiten offen ist.
Ich habe noch nie gesehen, dass es Kontrollen gibt. Vielleicht bin ich immer an den falschen Plätzen?
Avatar #830245
Hortensie
am Mittwoch, 23. Dezember 2020, 14:49

Man hätte das Schutzmaterial nicht noch an andere Länder abgeben sollen

Es ist bekannt, dass Deutschland in 2 Lieferungen im Februar und März mehr als 14 to Schutzmaterial nach China geflogen hat.
Im März hat Deutschland der EU die Lieferung von einer Million Schutzmasken nach Italien zugesagt, die sicher auch geliefert wurden.
Bereits im Februar war aber bekannt, dass es die Pandemie gibt. Die anfänglichen Verharmlosungen waren angesichts der Lage in China nicht überzeugend. Jeder, der ein bißchen mitdenkt, wußte, was auf uns zukommen wird.
Dass man damals vergaß eine Bestandsaufnahme für Schutzmaterial in D zu machen, war also ein großer Fehler. Denn in den Pflegeheimen fehlte dieses Material von Anfang an.
Avatar #680864
Machts Sinn
am Dienstag, 22. Dezember 2020, 20:10

Spahn´s Masken-Debakel

Mit dieser Selbstkritik ist es nicht getan. Noch immer trägt die Mehrzahl Alltagsmasken (aus Blusen-, T-Shirt-Stoff und Spitzen). Wie viele Infektionen und Todesfälle hätten wohl vermieden werden können, wenn die Bevölkerung rechtzeitig auf FFP2-Masken eingestimmt worden wäre als diese - bereits vor Monaten - im Überfluss vorhanden waren?
Avatar #736177
Robert IV
am Dienstag, 22. Dezember 2020, 17:49

Spahn selbstkritisch!

Nebelwerfer! Wann kommt die Selbstkritik wegen fehlender Impfung? Täglich sterben "NUR" über 200 Menschen
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