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Neues Forschungskonsortium gegen erbliche Netzhautdegeneration

Mittwoch, 30. Dezember 2020

/PIC4U, stockadobecom

Tübingen – Ein neues Forschungskonsortium „TargetRD“ arbeitet an Behandlungsformen gegen erbliche Netzhautdegenerationen. Die Federführung liegt bei François Paquet-Durand vom Universitätsklinikum Tübingen.

Außerdem beteiligen sich weitere Wissenschaftler des Universitätsklinikums Tübingen, der Universität Kassel, und der Firma Biolog Life Science Institute dran. Das Bundesministerium für Bildung und For­schung (BMBF) fördert die Arbeit in den kommenden zwei Jahren mit über 1,1 Millionen Euro.

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Erbliche Netzhautdegenerationen sind eine Gruppe von schweren Augenerkrankungen, die zu fort­schrei­tendem Sehverlust und letztlich zu Erblindung führen. Bis heute sind praktisch alle Formen unheilbar und stellen für die betroffenen Patienten eine enorme Einschränkung der Lebensqualität dar.

Bei bis zu 30 Prozent der betroffenen Patienten wird der beobachtete Photorezeptorverlust auf moleku­larer Ebene durch einen Überschuss an dem Botenstoff cGMP ausgelöst, der die Angriffspunkte (Targets) Proteinkinase G (PKG) und den Cyclic-Nucleotide-Gated-Channel (CNGC) überaktiviert. In Vorarbeiten zu diesem Projekt wurde gezeigt, dass die Inaktivierung von CNGC oder die Inhibition von PKG das schnelle Fortschreiten der cGMP-abhängigen Netzhautdegeneration stoppt.

„TargetRD zielt nun auf die Validierung von PKG und CNGC als therapeutische Targets für eine breit an­wendbare RD-Therapie ab. Hierfür werden die Eigenschaften der Targets in verschiedenen Krankheits­modellen untersucht“, informierte das BMBF.

„Durch die enge Zusammenarbeit mit Partnern aus der pharmazeutischen Industrie soll sichergestellt werden, dass die erzielten Forschungsergebnisse mittelbar Patienten zugutekommen können“, hieß es aus dem Konsortium. © hil/aerzteblatt.de

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