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Charité: Neue Staffel der historischen Fernsehserie läuft an

Mittwoch, 30. Dezember 2020

Die junge Ärztin Ella Wendt (Nina Gummich) kommt aus der Privinz an die Charité. /ARD, Stanislav Honzik (S2)

Berlin – Die historische Serie „Charité“ erlebt Anfang des kommenden Jahres eine Fortsetzung in Form einer dritten Staffel. Zeitlich ist sie dieses Mal in den Tagen des Mauerbaus angesiedelt und erzählt ne­ben den politischen, zwischenmenschlichen und moralischen auch die medizinischen Herausforderun­gen dieser Umbruchphase.

Die Serie dreht sich erneut um fiktive Charaktere sowie historische Persönlichkeiten. Und auch der Faden der Rolle von Frauen in der Medizin wird weiter gesponnen. So steht dieses Mal die fiktive Figur der Ella Wendt, die aufgrund des Weggangs zahlreicher Ärzte sowie Pflegekräfte an die Charité beordert wird, im Mittelpunkt der Handlung.

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Um ihre Forschung der Krebsfrüherkennung anhand bestimmter Blutgruppenmerkmale weiter voranzu­treiben sucht sie Kontakt zu Otto Prokop, der einen herausragenden Ruf als Serologe genießt. Dessen eigentliches Arbeitsfeld ist jedoch die Gerichtsmedizin, seine Obduktionen tragen zur Klärung von Kri­minalfällen bei.

Auch sogenannte „Mauertote“ landen auf seinem Tisch. Eine weitere historische Figur ist die Kinderärz­tin Ingeborg Rapoport, die als Spezialistin der Säuglingsmedizin einen visionären Ansatz entwickelt, um die Säuglingssterblichkeit zu senken. Damit eckt sie immer wieder bei dem konservativ denkenden Gynä­kologen Helmut Kraatz an.

Die Charité-Ärzte forschen und arbeiten trotz Mangelwirtschaft, in einer Atmosphäre des Ausgegrenzt­seins, der Verpflichtung zu absoluter Geheimhaltung, zwischen Vertrauen und Misstrauen – so be­schreibt es die Ankündigung des Senders. Jana Brandt, Mitglied der ARD-Gemeinschaftsredaktion Serien im Hauptabendprogramm und MDR-Fernsehfilmchefin ergänzt: „Charité“ zeigt außergewöhnliche Men­schen in außergewöhnlichen Zeiten.

Die Serie veranschaulicht die extremen Bedingungen, unter denen sie leben, die schwierigen Umstände, in denen sie arbeiten und forschen, und lässt die Zuschauerinnen und Zuschauer teilhaben an den He­rausforderungen, an denen sie über sich hinauswachsen.“ Fachlich beraten wurden die Filmemacher von heute an der Charité tätigen Experten. Sie halfen dabei, die Serie inhaltlich konsistent zu gestalten und authentisch zu halten.

Die sechs neuen Folgen werden ab dem 12. Januar jeweils dienstags als Doppelfolgen in der ARD zu sehen sein. Ab dem 5. Januar ist die Serie komplett in der ARD-Mediathek abrufbar. Und auch dieses Mal wird sie begleitet von einer Dokumentation. Diese behandelt die Charité im Spannungsfeld des Kalten Krieges. Das Drehbuch stammt von Dagmar Wittmers, die Doku wird am 12. Januar um 21.50 Uhr – im Anschluss an die erste Doppelfolge – ausgestrahlt. © kk/aerzteblatt.de

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