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Politik

BMG stellt Aufklärungs- und Informations­materialien zur Coronaimpfung bereit

Montag, 28. Dezember 2020

/picture alliance, Markus Mainka

Berlin – Zum Start der Coronaschutzimpfung in Deutschland hat das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) bundesweit einheitliche Aufklärungs- und Einwilligungsunterlagen bereitgestellt. Teil der Unter­lagen sind auch eine Ersatzbescheinigung für Menschen ohne Impfpass und ein Leitfaden für Ärzte für das Patientengespräch. Darauf hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hingewiesen.

Zunächst wurde gestern in Alten- und Pflegeheimen mit dem Impfen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 begonnen. Neben Bewohnern und Mitarbeitern in Alten- und Pflegeheimen werden zunächst über 80-jährige Menschen geimpft.

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In dem Aufklärungsmerkblatt wird unter anderem erläutert, um welchen Impfstoff es sich handelt, wel­che Impfreaktionen oder Impfkomplikationen auftreten können und wie sich geimpfte Personen nach der Injektion verhalten sollen.

Ferner wird darauf hingewiesen, dass der ausreichende Impfschutz erst sieben Tage nach der zweiten Impfung beginnt und nach derzeitigem Kenntnisstand etwa 95 von 100 geimpften Personen vor einer Erkrankung geschützt sind. Deshalb sei es trotz Impfung notwendig, sich und die Umgebung zu schützen, indem die AHA + A + L-Regeln beachtet würden.

Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, für die der Impfstoff aktuell nicht zugelassen ist, sollen nicht geimpft werden. In dem Aufklärungsbogen heißt es weiter, „da noch nicht ausreichende Erfahrungen vorliegen, ist die Impfung in der Schwangerschaft und Stillzeit derzeit nur nach individueller Risiko-Nutzen-Abwägung empfohlen.“

Wer an einer akuten Krankheit mit Fieber über 38,5 Grad Celsius (°C) leide, soll erst nach Genesung ge­impft werden. Eine Erkältung oder gering erhöhte Temperatur unter 38,5°C sei jedoch kein Grund, die Impfung zu verschieben. Bei einer Überempfindlichkeit gegenüber einem Impfstoffbestandteil sollte nicht geimpft werden. Die Unterlagen der Bundesregierung sollen fortlaufend aktualisiert und an den aktuellen Kenntnisstand angepasst werden. © EB/aerzteblatt.de

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JPAHJ
am Sonntag, 3. Januar 2021, 14:44

Ist doch keine Schluckimpfung...

Im Aufklärungsbogen werden die Komplikationen der Immunisierung aufgeführt. es fehlen jedoch die möglichen Komplikationen der i.m.-Injektion. Nach RKI sind das u.a.:
Spritzenabszess 1:10.000 – 1:12.000
Nekrotisierende Fasziitis, Septikämie 1:1.000.000
Die Inzidenz der Risikoverwirklichung ist – erwartungsgemäß und in Übereinstimmung mit der ärztlichen Lebenserfahrung – gering. Dessen ungeachtet gehen wir aktuell von >> 50.000.000 Impflingen aus, d.h. von 100.000.000 i.m.-Injektionen.
Daraus lassen sich 8.000-10.000 zu erwartende Spritzenabszesse und 100 nekrotisierende Faszitiden / Septikämien errechnen. Eine Letalität der Sepsis von 30% zu Grunde legend (altersadaptiert hier vermutlich höher) wird die Durchimpfung – impfstoffunabhängig, allein durch die Applikation verursacht - >30 Todesfälle verursachen. In der Tat: sehr selten. Aber: Akzeptiert man, daß das Ableben "das Wohlbefinden des Patienten strärkstens beeinträchtigt" ist diese Komplikation der Injektion zweifelsfrei aufklärungspflichtig. Davon findet sich allerdings nichts. Wollte man es dabei belassen, würde das Thema ins ärztliche Aufklärungsgespräch verlagert – mit dem Risiko der zeitlich ausufernden Überfachtung.

Aufklärung und Einwilligung bei ärztlichen Eingriffen.
Dtsch Arztebl 104(9): A-576 / B-507 / C-488
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