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WHO-Chef Ghebreyesus: Corona ist nicht die letzte Pandemie

Mittwoch, 30. Dezember 2020

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus heute in Genf. /picture alliance Photoshot 130876893

Genf – Die aktuelle Coronakrise ist nach Ansicht des Leiters der Welt­gesund­heits­organi­sation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, nicht die letzte Pandemie. „Die Geschichte lehrt uns, dass dies nicht die letzte Pan­demie sein wird, und dass Epidemien eine Tatsache des Lebens sind“, sagte Ghebreyesus kürz­lich in einer Videobotschaft.

Allerdings könnten bessere Investitionen in Gesundheitssysteme, unterstützt von Regierungen und Ge­sell­schaft, dafür sorgen, „das unsere Kinder und deren Kinder eine sicherere, widerstandsfähigere und nach­haltigere Welt erben“.

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Das Coronavirus habe die Welt in den vergangenen zwölf Monaten „auf den Kopf gestellt“ und weitrei­chen­de Konsequenzen für Gesellschaft und Wirtschaft mit sich gebracht. Doch die Pandemie selbst sei keine Überraschung gewesen, zumal in den Jahren zuvor vielfach vor einer derartigen Möglichkeit gewarnt wor­den sei, sagte Ghebreyesus.

„Und jetzt müssen wir die Lektionen daraus lernen“, sagte der WHO-Direktor. Dazu gehöre eine bessere Vor­bereitung der Länder auf Notfälle, und dies gelte nicht nur für den Gesundheitssektor, sondern für Gesell­schaft und Regierungen allgemein. „Dazu hat die Pandemie die enge Verbindung zwischen der Gesundheit von Mensch, Tier und dem Planeten aufgezeigt.“ Dies erfordere nun ein gemeinsamen Herangehen.

Die Weltgemeinschaft muss sich nach Ansicht der WHO künftig besser auf künftige Pandemien vorberei­ten. „Das ist ein Weckruf“, sagte der WHO-Direktor für medizinische Notfälle, Michael Ryan, mit Blick auf die Corona-Krise. „Diese Pandemie ist sehr schlimm.“ Das Coronavirus habe sich „extrem schnell“ in der ganzen Welt verbreitet. Die Sterberate sei aber vergleichsweise niedrig. „Wir müssen uns auf etwas vorbereiten, dass vielleicht noch heftiger ist“, sagte Ryan.

Auch der WHO-Experte Bruce Aylward mahnte eine erhöhte Wachsamkeit an. Zwar seien seit dem Be­ginn der Pandemie große wissenschaftliche Fortschritte etwa bei der Entwicklung von Impfstoffen er­zielt worden. Dennoch sei die „zweite und dritte Welle“ der Pandemie noch nicht unter Kontrolle. „Wir sind nicht ausreichend vorbereitet für die aktuelle (Pandemie), ganz zu schweigen von der nächsten“, sagte Aylward. © dpa/afp/aerzteblatt.de

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