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Gesundheitsbehörde Afrikas: Neue Coronavariante in Nigeria

Montag, 28. Dezember 2020

/picture alliance, ZUMA Press

Addis Abeba – In Nigeria kursiert der panafrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC zufolge eine weitere neue Variante des Coronavirus SARS-CoV-2. Es sieht so aus, als habe sie sich getrennt von den Virenmutanten in Südafrika und Großbritannien entwickelt, sagte der Leiter der Africa CDC, John Nken­ga­song.

Allerdings gebe es noch wenige Daten darüber und es werde weiter geforscht. Die Variante wurde in zwei Patientenproben entdeckt, die im August und Oktober entnommen wurden, wie aus einem Bericht von Forschern in Nigeria hervorgeht. Wie weit verbreitet die neue Variante in Nigeria oder in anderen Ländern ist, sei noch nicht bekannt.

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Nkengasong betonte aber, dass Mutationen bei derartigen Viren nicht ungewöhnlich seien. „Wir sollten erwarten, dass diese neuen Varianten weiter auftauchen werden.“ Die Variante in Nigeria besitze jedoch nicht exakt dieselbe Mutation N501Y, die für die rasche Ausbreitung der Coronamutante in Großbritan­nien verantwortlich gemacht wird.

Forscher haben schon mehrere Coronaviren mit genetischen Veränderungen entdeckt. Auch die Welt­ge­sundheitsorganisation WHO wies darauf hin, dass sich alle Viren mit der Zeit verändern. Die meisten Mu­tationen brächten ihnen keine Vorteile, manche sogar Nachteile.

Jüngst hatten Großbritannien und Südafrika die Entdeckung von neuen Varianten des Coronavirus ver­kündet. Diese haben Ähnlichkeiten, hatten sich aber unabhängig entwickelt. Daraufhin hatten etliche Staaten, darunter Deutschland, den Reiseverkehr aus diesen Ländern eingeschränkt.

Der südafrikanische Ge­sund­heits­mi­nis­ter Zweli Mkhize hatte bereits vergangene Woche davon gespro­chen, dass die Variante 501.V2 in seinem Land kursiere. Sie werde in Südafrika schnell übertragen und sei dort für den Großteil der zweiten Welle der Coronapandemie verantwortlich, sagte CDC-Leiter Nken­gasong. Allerdings sehe er keinen Grund, in Afrika das Reisen einzuschränken. Man benötige auf dem Kontinent ohnehin bei Reisen einen negativen Coronatest.

Am vergangenen Mittwoch hatte der britische Ge­sund­heits­mi­nis­ter Matt Hancock in Großbritannien zwei Fälle der Mutante 501.V2 aus Südafrika gemeldet. In Großbritannien war zuvor zudem die Variante B.1.1.7. (auch VUI.202012/01) bekannt geworden, die jedoch schon länger dort kursiert. Sie soll sich ebenfalls sehr rasch übertragen aber keine verstärkten Symptome auslösen. © dpa/aerzteblatt.de

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