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Versehentlich fünffache Impfdosis für Mitarbeiter von Pflegeheim

Dienstag, 29. Dezember 2020

/picture alliance, ULMER

Stralsund – Acht Mitarbeitern eines Pflegeheims in Stralsund ist versehentlich die fünffache Dosis des Coronaimpfstoffes von Biontech verabreicht worden. Nach dem Vorfall seien die sieben Frauen und ein Mann im Alter von 38 bis 54 Jahren nach Hause geschickt worden.

Wie der Landrat des Kreises Vorpommern-Rügen, Stefan Kerth (SPD), sagte, haben sich zwischenzeitlich vier der acht Betroffenen zur Beobachtung vorsorglich stationär in einem Krankenhaus aufnehmen las­sen. Sie zeigten grippeähnliche Symptome. „Ich bedauere den Vorfall zutiefst“, sagte Kerth.

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Die Impfflüssigkeit wird vom Hersteller in kleinen Fläschchen geliefert, in den fünf bis sechs Impfdosen enthalten sind. Der Landkreis teilte mit, dass nach Informationen des Herstellers Biontech größere Do­sen des Impfstoffes in der Phase-1-Studie bereits an Probanden ohne schwerwiegende Folgen getestet worden seien. Es seien keine bleibenden unerwünschten Ereignisse gemeldet worden.

Lokale Reaktionen an der Injektionsstelle und grippeähnliche Symptome träten dosisabhängig auf und seien im Allgemeinen leicht bis mittelmäßig und vorübergehend.

Eine Sprecherin von Biontech bestä­tig­te diese Informationen. In den Versuchen seien Mengen bis zu 100 Mikrogramm ohne schwerwiegende Folgen verabreicht worden. Die übliche Impfdosis liege bei 30 Mi­kro­gramm. Sie verwies auf die ausführliche Produktinformation ihres Unternehmens.

Der erste Satz laute: „Dies ist eine Mehrdosendurchstechflasche, deren Inhalt vor der Verwendung ver­dünnt werden muss.“ Laut Beilage enthält eine Flasche 0,45 Milliliter, nach dem Verdünnen sollen da­raus fünf Dosen mit je 0,3 Milliliter entstehen. Neben dem Vorfall in Stralsund wurde auch aus sechs Landkreisen Bayerns eine Panne gemeldet. © dpa/aerzteblatt.de

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