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Ärzteschaft

KBV dankt Ärzten und bittet um Geduld bei Impfterminen

Dienstag, 29. Dezember 2020

/Rido, stock.adobe.com

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat sich mit einem Dank an Ärzte gewendet, die beim Impfen gegen SARS-CoV-2 helfen. KBV-Chef Andreas Gassen und KBV-Vize Stephan Hofmeister dankten den niedergelassenen Kollegen und ihren Teams für die „hohe Bereitschaft und das große En­gagement, die Impfungen durchzuführen“.

„Die Impfungen in den Heimen durch mobile Impfteams sind gut und wie geplant angelaufen. Hier wird Enormes geleistet", erklärte Gassen. In einem ersten Schritt würden nun Bewohner sowie das Personal in Pflegeheimen geimpft. Höchste Priorität hätten Menschen ab 80 sowie alle diejenigen, die stationär ältere oder pflegebedürftige Patienten betreuen

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Gassen betonte, dass vor diesem Hintergrund noch keine Termine über die 116117 vergeben werden könnten. „Über das Prozedere, wie Impfberechtige informiert werden, entscheiden die Bundesländer“, führte Hofmeister aus. Er betonte, die Priorisierung sei notwendig, weil zunächst nicht genügend Impf­stoff für alle vorhanden sei.

Die KBV appellierte an die Bürger, jetzt noch nicht sofort über die bundesweite Rufnummer 116117 Impftermine zu vereinbaren. Beide KBV-Vorstände betonten, die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) hätten in den letzten Wochen einen „wahren Kraftakt“ gemeistert.

Nicht nur, dass die KVen die Bundesländer beim Aufbau der rund 400 Impfzentren unterstützt hätten und einige von den KVen sogar selbst betrieben würden. Diese Feststellung gelte insbesondere für den Ein­satz der Rufnummer 116117 (Elf6Elf7), die in fast allen Bundesländern zur Information oder auch in vielen Bundesländern zum Terminmanagement eingesetzt werde.

Zuletzt hatte sich in der Politik Kritik an der Organisation der Termine für die Coronaschutzimpfung geregt. „Es kann nicht sein, dass man eine Impfkampagne startet und dann keine Termine bekommen kann“, sagte Karin Maag (CDU), die gesundheitspolitische Sprecherin der Union, der Augsburger Allge­mei­nen. Die Politikerin hatte vergebens versucht, für ihre 85-jährige Mutter einen Impftermin unter der Nummer 116117 zu reservieren.

Sie sei auf die gleichnamige Handy-App verwiesen worden, wo die Terminvergabe aber noch nicht frei­geschaltet sei, beklagte Maag. Sie forderte, dass Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) eine Kon­ferenz mit den Ge­sund­heits­mi­nis­tern der Länder einberufen solle, um das Problem zu lösen.

Eine Sprecherin des Ministeriums verwies gegenüber der Zeitung jedoch darauf, dass die Länder für die Impfungen und die Terminvergabe zuständig seien. Diese könnten das Terminvergabesystem unter der 116117 nutzen, müssten das aber nicht tun. In den Bundesländern ist die Terminvergabe unterschiedlich geregelt. In einigen Ländern lassen sich telefonisch oder im Internet bereits Termine vereinbaren, in anderen noch nicht.

Auch Katharina Schulze, die Fraktionsvorsitzende der bayerischen Grünen, forderte laut dem Bericht eine bessere Kommunikationsstrategie zur Terminvergabe in ihrem Bundesland. Dort werden Impfberechtigte von der Landesregierung angeschrieben. Das sei gut, aber dabei dürfe es nicht bleiben, so Schulze.
Kommunen sollten direkt bei den Betroffenen nachfragen, ob sie ihren Brief bekommen hätten. Zudem sollte es einen Shuttleservice zu den Impfzentren geben. © may/afp/aerzteblatt.de

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