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Politik

Coronakrise: 852 neue Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet

Dienstag, 29. Dezember 2020

/picture alliance, Daniel Karmann

Berlin – Die deutschen Gesundheitsämter haben binnen 24 Stunden 12.892 Neuinfektionen mit SARS-CoV-2 gemeldet. Außerdem wurden 852 weitere Todesfälle verzeichnet, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) heute bekannt gab.

Diese Zahlen sind aber nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar, da das RKI zum Jahres­wechsel hin mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsäm­tern rechnete. Dennoch war die Zahl der Todesfälle vor einer Woche mit 731 Fällen geringer. Ein Höchst­stand von 962 Todesfällen war am 23. Dezember registriert worden. Die Zahl der Neuinfektionen betrug vor einer Woche 19.528.

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Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am heute Morgen bei 149,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Dienstag Sachsen mit 364,7 und Thüringen mit 273,7 den niedrigsten Wert hatte Mecklenburg-Vor­pom­mern mit 77,2.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.664.726 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland (Stand: 29.12., 00.00 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg bis heute auf 30.978. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.277.900 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Montag bei 0,74 (Sonntag: 0,83). Dieser R-Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 74 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab.

Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betont in seinem Bericht aber, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel hin Corona-Fälle nur verzögert angezeigt, erfasst und übermittelt werden, „so dass der R-Wert zudem ggf. unterschätzt wird“. © dpa/aerzteblatt.de

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Andre B.
am Donnerstag, 31. Dezember 2020, 02:47

Dr. Thomas Voshaar: „Frühe künstliche Beatmung ist größter Fehler im Kampf gegen Corona“

Dazu Herr Dr. med. Thomas Voshaar - Chefarzt der Lungenklinik im Krankenhaus Bethanien in Moers im Gespräch mit FOCUS Online:

Auszug:

"Mehr als 5000 Sars-CoV-2-Infizierte benötigen derzeit intensivmedizinische Betreuung in Deutschland. Über die Hälfte davon wird künstlich beatmet. Der Pneumologe Thomas Voshaar erklärt, warum das für Corona-Patienten so gefährlich ist und zur Überlastung von Krankenhäusern führt.

Trotz Lockdown sind die Infektionszahlen weiter hoch. Das RKI meldet Rekordwerte von teils mehr als 30.000 Neuinfizierten pro Tag und fast 1000 Todesfällen. Auch die Krankenhäuser füllen sich mit immer mehr Covid-19-Patienten: Über 5000 Erkrankte liegen derzeit auf Intensivstationen – mehr als die Hälfte davon wird künstlich beatmet.

Dass genau diese Maßnahme in vielen Fällen gar nicht nötig und sogar kontraproduktiv sei, kritisiert der Pneumologe Thomas Voshaar, Chefarzt der Lungenklinik im Krankenhaus Bethanien in Moers im Gespräch mit FOCUS Online. Der Mediziner, der auch Vorsitzender des Verbandes Pneumologischer Kliniken in Deutschland ist, machte bereits bei der ersten Welle im Frühjahr durch die nicht-invasive-Beatmung (non-invasive ventilation) von Corona-Patienten und seinem mehrstufigen Behandlungskonzept, das als das „Moerser Modell“ durch die Medien ging, von sich reden. Sogar Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet schauten bei ihm vorbei, um sich das Therapiemodell erläutern zu lassen."

>>> https://m.focus.de/gesundheit/news/bis-zu-50-prozent-sterben-daran-lungenarzt-fruehe-kuenstliche-beatmung-ist-groesster-fehler-im-kampf-gegen-corona_id_12787476.html
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