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Ärzteschaft

Intensivmediziner befürchten verschärften Personalmangel

Dienstag, 29. Dezember 2020

Intensiv-Zimmer der Charité in Berlin. /picture alliance, Boris Roessler

Berlin – Der Mangel an Pflegekräften in Krankenhäusern infolge der Coronapandemie könnte sich aus Sicht der Intensivmediziner noch verstärken.

„Wir befürchten durch die monatelangen Belastungen, die die Pflegekräfte jetzt mitgemacht haben auf den Intensivstationen, dass wir Anfang kommenden Jahres Leute haben werden, die unter der Last zusammen­brechen und nicht mehr resilient genug sind und tatsächlich dann ins Aus gehen“, sagte der Chef der Inten­sivmedizinervereinigung DIVI, Uwe Janssens, im ZDF-„Morgenmagazin“.

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„Die Lage auf den Intensivstationen ist nach wie vor wirklich sehr angespannt.“ Man kämpfe weiter mit den Folgen der hohen Infektionszahlen der vergangenen Wochen. Janssens mahnte ein einheitliches Gesamt­konzept der Politik an. Es müsse mit einer Stimme gesprochen werden, und es müssten Ziele weit für das Jahr 2021 formuliert werden.

Den Zielwert etwa von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen nannte Janssens „ein wenig zu hoch gesteckt“. Niedrige Ziele, anhaltend wären für die Medizin und die Belastung des Gesund­heitssystems „sehr, sehr wichtig“.

Mit Blick auf die Impfbereitschaft unter medizinischem Fachpersonal sprach Janssens von einer „gewissen Impfskepsis“. Auch die Beschäftigten im Medizinbereich müssten mitgenommen und überzeugt werden, sich impfen zu lassen - für sich selbst, aber auch für die Allgemeinheit. Das sei eine der wichtigsten Aufga­ben. Die ersten Ergebnisse der Impfung seien „sehr, sehr ermutigend“. © dpa/aerzteblatt.de

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