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Ausland

USA: Erstmals mehr als 3.700 Coronatote in 24 Stunden

Mittwoch, 30. Dezember 2020

/picture alliance, ZUMAPRESS.com, Braulio Jatar

Baltimore – In den USA hat die Zahl der an einem Tag erfassten Toten mit einer bestätigten Coronainfek­tion einen neuen Höchststand erreicht. Gestern meldeten die Behörden 3.725 Tote innerhalb von 24 Stunden, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore von heute Morgen hervorging.

Der bisherige Höchstwert war mit 3.682 Toten am 16. Dezember registriert worden. Die Zahl der Neuin­fektionen lag am selben Tag mit 247.646 vergleichsweise knapp unter dem am 18. Dezember verzeich­neten Rekord von 249.664.

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Vorgestern stieg auch die Anzahl der Patienten in US-Krankenhäusern mit mehr als 124.000 auf ein Rekordhoch, wie aus Daten des Covid Tracking Project hervorging. Erstmals seit Beginn der Pandemie bewegt sich die Zahl seit Anfang Dezember kontinuierlich über der Schwelle von 100.000. Das Covid Tracking Project wurde im Frühjahr beim Magazin The Atlantic begonnen und sammelt Daten zur Pan­demie in den USA.

Aufgrund von Reisen und Familientreffen nach Thanksgiving Ende November und über Weihnachten hatten Gesundheitsexperten vor einem deutlichen Anstieg der Infektionszahlen gewarnt. Allein am lan­gen Weihnachtswochenende wurden nach Angaben der zuständigen Behörde TSA insgesamt mehr als 3,8 Millionen Passagiere an US-Flughäfen abgefertigt.

In dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern haben sich bislang rund 19,5 Millionen Menschen mit dem Erreger SARS-CoV-2 infiziert, mehr als 338.000 Menschen starben. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO). In manchen Fällen werden die Zahlen – un­ter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden, aber auch die der Toten - nachträglich aktu­ali­siert.

Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat die Amerikaner auf die möglicherweise schwierigste Phase in der Coronapandemie eingeschworen. „Die nächsten paar Wochen und Monate werden sehr hart sein, eine sehr harte Phase für unsere Nation. Vielleicht die härteste in der ganzen Pandemie“, sagte Biden gestern in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware. „Ich weiß, es ist schwer, das zu hören, aber es ist die Wahrheit.“

Biden versprach den Amerikanern, nach seinem Amtsantritt am 20. Januar seine Befugnisse zu nutzen, um die Herstellung von Impfstoffen und Schutzausrüstung zu beschleunigen. Seine Regierung habe das Ziel, sicherzustellen, dass in ihren ersten 100 Tagen 100 Millionen Impfungen verabreicht würden. „Wenn der Kongress die Mittel bereitstellt, könnten wir dieses unglaubliche Ziel erreichen“, sagte Biden. Der Regierung von Amtsinhaber Donald Trump warf er vor, dass ihr Impfzeitplan in Verzug gerate.

Biden rief die Menschen erneut dazu auf, die bewährten Schutzmaßnahmen wie Maskentragen und physische Distanz zu befolgen und sich baldmöglichst impfen zu lassen. Schon jetzt gebe es mehr als
330.000 Tote seit Beginn der Pandemie – und bevor sich die Lage verbessere, würden die Dinge zu­nächst schlimmer werden, warnte Biden. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Infektionen über die Feiertage zu einem Anstieg der Fallzahlen im Januar und zu einer steigenden Zahl von Todesfällen im Februar führen werden.“ © dpa/afp/aerzteblatt.de

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