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Ärzteschaft

Keine Entwarnung beim Ärztemangel in Sachsen-Anhalt

Mittwoch, 30. Dezember 2020

/dpa

Halle – Die Ärzteversorgung in Sachsen-Anhalt bleibt nach Einschätzung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) des Landes schwierig. Das Problem des Ärztemangels sei nicht kleiner geworden, sagte der scheidende KV-Vorsitzende Burkhard John im Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung.

Derzeit seien knapp 300 Hausarztstellen nicht besetzt. Bis zum Jahr 2032 kämen etwa weitere 260 hinzu. „Wir sind froh, dass viele ältere Kollegen noch arbeiten“, sagte John.

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179 Hausärzte und 197 niedergelassene Fachärzte hätten das 65. Lebensjahr bereits überschritten, arbei­teten aber auch in ländlichen Gebieten hoch engagiert weiter. „Wären die auf einen Schlag weg, wäre es ein Drama“, so der KV-Vorsitzende, der nach 20 Jahren am Jahresende seinen Posten räumt.

„Es gibt die erfreuliche Tendenz, dass die Zahl der Absolventen, die in Richtung Hausarztmedizin gehen und sich für den Arbeitsort Sachsen-Anhalt entscheiden, steigt“, sagte John. „Das hat damit zu tun, dass es seit 2010 an den Universitäten in Halle und Magdeburg Lehrstühle für Allgemeinmedizin gibt.“

Auch die bessere Organisation der Facharztausbildung sei ein Grund für die positive Entwicklung. „Da ern­ten wir bald erste Früchte. Allerdings hauptsächlich im städtischen Bereich. Ländliche Gegenden bleiben problematisch.“ © dpa/aerzteblatt.de

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