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Politik

Impftermine: Bundesländer informieren unterschiedlich

Dienstag, 5. Januar 2021

/vegefox.com, stock.adobe.com

Berlin – Die Terminvergabe für Impfungen außerhalb von Alters- und Pflegeheime läuft in den 16 Bun­desländern nur schleppend an. Jedes Land organisiert den Zugang zu einem individuellen Termin unter­schiedlich.

Nachdem derzeit in allen Bundesländern mit mobilen Teams Bewohner in Alten- und Pflegeheimen so­wie das Personal geimpft wird, sollen die regionalen Impfzentren ihre Arbeit bis spätestens Mitte Januar aufnehmen. Dafür können die berechtigten Personengruppen die Termine eigenständig buchen.

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Die Termine für die Impfung werden je nach Bundesland ebenfalls unterschiedlich vergeben: In Ham­burg, Hessen, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt wird der Termin über eine Webplattform verge­ben, die die Tochtergesellschaft der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), KVdigital, betreibt.

Brandenburg wird in den kommenden Tagen hinzukommen. Hier war es bereits am ersten Tag der Hot­lineschaltung zu langen Wartezeiten und technischen Problemen gekommen, die die KV Brandenburg nun unter­suchen will. Allerdings hätten auch viele Menschen einen Terminwunsch geäußert, die mo­men­tan nicht an der Reihe seien, erklärte die Brandenburger Ge­sund­heits­mi­nis­terin Ursula Nonnema­cher (Grüne).

In Hamburg waren bereits am ersten Tag mehr als 10.000 Termine für die nächsten drei Wochen verein­bart worden. In Hessen soll das Impfen in sechs regionalen Zentren ab dem 19. Januar beginnen, An­mel­dun­gen können ab dem 12. Januar stattfinden, so die Landesregierung. Baden-Württemberg will zusätz­lich zur Onlinebuchung derzeit „keine personalisierte Einladung“ verschicken.

Andere Länder wollen genau dies: Berechtigte Personengruppen, zunächst Menschen über 80 Jahren, sollen in den nächsten Tagen Briefe mit der Impfeinladung erhalten, dazu zählen Bayern, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen, Bremen, Berlin, Hamburg und Rheinland-Pfalz.

Mehrere Bundesländer haben ausschließlich oder zusätzlich eigene Online-Buchungssysteme aufge­setzt, dazu zählen Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Saarland, Niedersachsen, Thüringen oder Berlin. In der Hauptstadt werden die Termine vom E-Health-Unternehmen Doctolib koordiniert. Zusätzlich hat der Berliner Senat Taxiunternehmen beauftragt, die älteren Menschen zum Impfzentrum zu fahren.

In Bayern soll eine Onlinebuchung „im Laufe des Januars“ wieder möglich sein, da die bislang vorhan­de­nen Termine vergeben sind. Dort kann man auch Termine im jeweils zuständigen Impfzentrum bekomm­en, die Telefonnummern sind online auffindbar.

Da der Impfstoff noch nicht in genügender Menge da ist, können derzeit auch über die Telefonnummern keine weiteren Termine vereinbart werden. In Sachsen sollen erst ab Mitte Januar „individuelle Termine“ in den geplanten Impfzentren vergeben werden, da zunächst die mobilen Teams unterwegs sind.

In Schleswig-Holstein waren die verfügbaren Termine am Dienstag binnen 24 Minuten vergeben – es hatte 15.000 Termine für die Erst- und Zweitimpfung gegeben. Ab dem 12. Januar könnten die berechtig­ten Gruppen erneut Termine buchen.

Wegen dem Ansturm auf die Termine hat das Saarland inzwischen eine Warteliste eingeführt, erklärte ein Sprecher. Im Nachbarland Rheinland-Pfalz waren die 28.000 Termine am Montag bereits ausgebucht. Das Ge­sund­heits­mi­nis­terium will bis Mitte Februar 125.000 Erstimpfungen durchführen, für diesen Zeitraum würden derzeit Termine vergeben, hieß es.

Auch in Thüringen gab es bei der telefonischen Terminvergabe zunächst Probleme. Die KV Thüringen, die für das Bundesland die Terminvergabe organisiert, habe 60 Telefonleitungen freigeschalten, die Ruf­nummer sei mit 10.000 Anrufen aber schnell überlastet gewesen. Bereits vergangene Woche seien rund 8.000 Impftermine online vergeben worden, das Internetportal wurde wieder geschlossen. Dort sollen Termine wieder möglich sein, sobald neuer Impfstoff da ist.

In Nordrhein-Westfalen sollen individuelle Termine erst später stattfinden. So soll bis zum 24. Januar den rund 90 000 Krankenhausmitarbeitern, die nah an COVID-19-Patienten arbeiten, ein Impfangebot gemacht werden. Ab Februar würden dann die Impfzentren in Betrieb genommen werden. Einen Brief sollen die Betroffenen Personen demnächst erhalten. © bee/dpa/aerzteblatt.de

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