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Politik

FDP will Präventions- und Aufklärungskonzept gegen Alkoholschäden bei Neugeborenen

Montag, 4. Januar 2021

/vchalup, stock.adobe.com

Berlin – Die FDP-Fraktion im Bundestag setzt sich für ein gesteigertes Engagement gegen Alkoholkon­sum in der Schwangerschaft und damit einhergehende alkoholbedingte Schädigungen bei Neugebore­nen ein. Sie fordert die Bundesregierung auf, ein Gesamtkonzept vorzulegen und für eine bessere Prä­vention zu sorgen, damit bis zum Jahr 2025 die Anzahl der betroffenen Kinder halbiert werden kann.

„Schäden durch Alkohol an ungeborenen Kindern sind vermeidbar“, sagte Wieland Schinnenburg, Spre­cher für Drogen- und Suchtpolitik der FDP-Fraktion. Wenn fast jeder zweite Mensch in Deutschland nicht wisse, dass Alkohol während der Schwangerschaft zu schweren Schäden am Kind führen könne, müsse etwas getan werden.

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Die Fraktion hat einen entsprechenden Entschließungsantrag für den Bundestag vorbereitet. Darin ruft sie die Bundesregierung unter anderem dazu auf, ein wissenschaftlich fundiertes Konzept zur Prävention des „Fetal Alcohol Spectrum Disorder“ (FASD) und des „Fetalen Alkoholsyndroms“ (FAS) vorzulegen, das flächendeckend alle schwangeren Frauen während ihrer Schwangerschaft mehrmals erreicht.

Nötig seien außerdem ein Konzept, um das Wissen um die schädliche Wirkung von Alkohol für ungebo­rene Kinder in der Bevölkerung deutlich zu verbessern sowie Programme und Hilfsangebote für alkohol­kranke Frauen mit Kinderwunsch und für alkoholkranke Frauen in einer Schwangerschaft. Die FDP for­dert zudem die flächendeckende Untersuchung von Kindern auf FASD und FAS möglichst im Rahmen der U-Untersuchungen.

Der FDP zufolge werden in Deutsch­land jedes Jahr viele Kinder mit Schäden geboren, die auf Alkohol­kon­sum der Mutter während der Schwangerschaft zurückzuführen sind. Zwischen 10.000 und 20.000 Neugeborene seien jedes Jahr in Deutschland betroffen, davon rund 2.000 mit einer schweren Form der Schädigung, heißt es im Antrag mit Verweis auf den Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung aus dem Jahr 2018.

Die Schäden bei „Fetal Alcohol Spectrum Disorder“ (FASD) reichten von Fehlbildungen über Verhaltens­auf­fälligkeiten und Entwicklungsstörungen bis zu körperlichen und geistigen Behinderungen.

Bei der besonders schweren Form der Schädigung, (Fetales Alkoholsyndrom, FAS) würden die Kinder mit solch schweren Schäden geboren, dass sie ein Leben lang geistig und körperlich schwerbehindert seien. Zwischen 800.000 und 1.600.000 Menschen litten in Deutschland an FASD, davon seien rund 160.000 Men­schen schwer betroffen (FAS). © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #79783
Practicus
am Sonntag, 10. Januar 2021, 01:22

Das wird nicht passieren

Alkohol ist viel zu wichtig - nicht wegen der paar direkten Alkoholsteuern, sondern wegen der alltäglichen Gegewart dieser Droge in allen sozialen Zusammenhängen, kräftig gefördert von der Alkoholindustrie.
In der dritten Welt gehen die Brauer jedenfalls mit hierzulande undenkbaren Werbemethoden vor, um ihre Produkte attraktiv zu machen - bis zum Einsatz von Prostituierten als Werbemittel!
Neben Warnhinweisen und Schockbildern (Analog zu Tabakprodukten) muss vor allem die bedenkliche Verknüpfung von Sport und Alkohol beendet werden.
Jede Zigarette im TV löst einen Shitstorm aus, während in Talkshows und Serien munter gebechert wird und sich niemand daran stört, dass politische Entscheidungen von besoffenen Akteuren getroffen werden, die 60g Alkohol pro Tag ("3-Weißbier-Tauber") für völlig normal halten..
Avatar #751406
Dr. Hans-Werner Bertelsen
am Freitag, 8. Januar 2021, 11:30

Ärzte und Uni-Kinderkliniken für ein Alkohol-Werbeverbot (zuallererst) im Sport

Alljährlich 10000 FAS/FASD-Kinder
Alljährlich 20000 Kinder und Jugendliche in überlasteten Klinikstrukturen eingeliefert

Soll weiter munter geworben werden, als wären das unvermeidliche "Kollateral-Schäden"?
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