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Positivrate zum Jahresende auf relativem Rekordhoch

Dienstag, 5. Januar 2021

/picture alliance, Kyodo

Berlin – Zum Jahreswechsel war jeder sechste Coronatests in Deutschland positiv. Da jedoch über die Feiertage deutlich weniger auf SARS-CoV-2 getestet wurde, sei die Aussagekraft der aktuellen Zahlen einschränkt, teilte der Berufsverband der Akkreditierten Medizinischen Labore (ALM) heute mit.

Demnach wurden zwischen dem 28. Dezember und 3. Januar insgesamt mehr als 721.000 PCR-Tests durchgeführt, von denen 118.645 Tests positiv ausfielen (16,4 Prozent). Damit überstieg die Positivrate den Rekordwert der Weihnachtswoche zuvor, in der 13,2 Prozent aller etwa 976.000 PCR-Tests ein posi­tives Ergebnis zeigten.

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Die hohe Positivrate sei vermutlich ein „Feiertagseffekt“, so der fachärztliche Berufsverband. „Die Zahlen sind schwer zu interpretieren, da in der vergangenen Woche und am Feiertagswochenende mit Neujahr auch weniger PCR-Abstriche entnommen und zur Untersuchung in die fachärztlichen Labore geschickt wurden“, erklärte Michael Müller, erster Vorsitzender der ALM.

Er erwarte zum Jahresanfang, dass durch die Öffnung von Arztpraxen und Teststellen wieder mehr Per­sonen getestet werden. Für die laufende Januarwoche stünden rund 1,8 Millionen SARS-CoV-2-PCR-Tests zur Verfügung, nachdem die Kapazitäten zum Jahreswechsel heruntergefahren wurden.

Ein weiterer Grund für die niedrigen PCR-Testzahlen könne zudem die breitere Verfügbarkeit und der Einsatz von Antigenschnelltests sein.

Doch eine unkritische Nutzung der Schnelltests, beispielsweise als Selbsttest für Zuhause, hielt der Stellvertretende Vorsitzende der ALM, Jan Kramer, für problematisch. Es brauche ein „Monitoring der verfügbaren und genutzten Antigentestungen durch das RKI und/oder die zuständigen Behörden“, sagte er.

Bisher seien Daten über die Durchführung der Antigentests nicht zugänglich, sodass „bundesweit und regional blinde Flecken in der Steuerung der Pandemie“ bestünden, so Kramer weiter. „Solange nur po­sitive Antigenschnelltests in die Meldestatistik einfließen, ist diese nicht abschließend beurteilbar“, ergänzte sein Vorstandskollege Christian Scholz. © jff/aerzteblatt.de

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