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Politik

BfArM stellt medizinische Terminologie SNOMED CT in Deutschland zur Verfügung

Dienstag, 5. Januar 2021

/BillionPhotos.com, stock.adobe.com

Berlin – Seit Jahresbeginn wird die medizinische Terminologie SNOMED CT vom Bundesinstitut für Arz­neimittel und Medizinprodukte (BfArM) für alle Nutzer in Deutschland zur Verfügung gestellt. SNOMED CT ermöglicht es, medizinische Begriffe in verschiedenen Computersystemen international eindeutig abzubilden – die Voraussetzung für den elektronischen Austausch von Gesundheitsdaten.

„Mit SNOMED CT bringen wir die Digitalisierung des Gesundheitswesens in Deutschland weiter voran. Als international standardisierte Gesundheitsterminologie ist SNOMED CT eine wichtige Voraussetzung, um medizinische Daten auch aus verschiedenen Quellen verlässlich für die Forschung auswertbar zu machen“, erläuterte BfArM-Präsident Karl Broich. So könne man innovative Entwicklungen beschleuni­gen und neuartige Therapieoptionen künftig schneller für die Patienten verfügbar machen.

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Für die Nutzung von SNOMED CT ist eine Lizenz erforderlich. Alle im deutschen Gesundheitswesen be­teiligten Institutionen und Fachkreise, wie Softwarehersteller, Kliniken, Labore oder Forschungsorgani­sa­tionen, die SNOMED CT in ihren Anwendungen nutzen möchten, können beim BfArM eine kostenfreie Lizenz beantragen. Das BfArM will mit kostenfeien Schulungen und Informationen rund um SNOMED CT umfassende Unterstützung zum Start der Implementierung bieten.

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Medizininformatik-Initiative (MII) hatte im vergangenen Jahr SNOMED CT in Deutschland eingeführt und deren Nutzung in ihrem Netzwerk ausgerollt. Gemäß Patientendaten-Schutz-Gesetz (PDSG) wird diese erfolgreiche Pilotierung nun in die nationale E-Health-Strategie überführt und der potenzielle Nutzerkreis ausgeweitet.

„Wir freuen uns, dass die Nachfrage nach SNOMED CT auch außerhalb der medizinischen Forschung so groß geworden ist und wir damit bei der Förderung von Interoperabilität deutlich schneller in die flä­chen­deckende Nutzung kommen. Die medizinische Forschung ist hier ihrer Aufgabe als Innovator ge­recht geworden“, sagte Christian Luft, Staatssekretär im BMBF.

Sebastian C. Semler, Geschäftsführer der Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medi­zinische Forschung (TMF) und Leiter der Koordinationsstelle der MII, verwies darauf, dass die Standardi­sierung medizinischer Inhalte Versorgung und Forschung gleichermaßen betreffe. Deshalb sei die Koo­pe­ration mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) bei der Nutzung von SNOMED CT in den Inhalten der gesetzlichen elektronischen Patientenakte (ePA) besonders wichtig. © aha/aerzteblatt.de

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