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Politik

Schutzmasken: 5,7 Milliarden bestellt, 567 Millionen ausgeliefert

Dienstag, 5. Januar 2021

/picture alliance, SchwabenPress, Guenter Hofer

Berlin – Die Beschaffung und Auslieferung von Schutzmasken war im vergangenen Jahr ein zentrales Thema in der Coronapandemie. Nun zeigt eine Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag, wie mühsam sich das Geschäft auch weiterhin gestaltet.

Der Antwort zufolge hat der Bund bis zum 4. Dezember 2020 rund 5,7 Milliarden Schutzmasken im Wert von rund 5,9 Milli­arden Euro bestellt. Bei einem Großteil der Menge handelt es sich demnach um OP-Masken (4,034 Milliarden Stück) im Wert von 1,306 Milliarden Euro.

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Von FFP2/KN95-Masken wurden 1,664 Milliarden Stück geordert. Sie koste­ten den Bund nach eigenen Angaben 4,537 Milliarden Euro. Darüber hinaus sind sieben Millionen FFP-3-Masken für 32 Millionen Euro bestellt worden.

Bis Anfang Dezember 2020 wurden der Antwort zufolge rund 2,73 Milliarden bestellte Masken angelie­fert. Davon 1,64 Milliarden OP-, 1,088 Milliarden FFP-2-, 6,4 Millionen FFP-3-Masken. Das ist aber ledig­lich etwa die Hälfte aller Bestellungen.

Ausgeliefert wur­de – gemessen an den gelagerten Schutzmasken – bis zum 4. Dezember nur ein kleiner Teil – nämlich 576 Millionen Schutzmas­ken. Das sind knapp 21 Prozent der beim Bund angelieferten Masken. 80 Prozent befinden sich damit offen­bar noch auf Lager.

Die Daten geben auch an, wie viele Masken der Bund an die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen), Länder, Pflegeheime oder THW abgegeben hat. So erhielten die KVen vom Bund bis zum 4. Dezember des vergange­nen Jahres 200.000 FFP-3-, 53,1 Millionen FFP-2- sowie 142,6 Millionen OP-Masken. Die Länder beka­men 74,8 Millionen FFP-2, 1,7 Millionen FFP-3- sowie 148,1 Millionen OP-Masken.

An Pflegeeinrichtungen gingen bis Anfang Dezember 22 Millionen FFP-2-Masken und 44 Millionen OP-Masken. Darüber hinaus wurden Masken auch an das Technische Hilfswerk und den Bund geliefert (19,8 Millionen FFP-2-, eine Million FFP-3- und 59,7 Millionen OP-Masken).

Die Maskenbeschaffung und auch die Auslieferung waren im vergangenen Jahr wiederholt in die Kritik geraten. Länder und KVen beklagten sich über zu geringe Mengen und fehlerhafte Masken. Ärger gab es auch um die Bezahlung von Schutzmasken.

Zuletzt hatte der Bund eine Nationale Reserve Gesundheitsschutz auf den Weg gebracht, um die die Zukunft ausreichend Schutzmaterial zur Verfügung zu haben. Am Beginn der Pandemie hatte es einen erheblichen Mangel an Schutzausrüstung gegeben. © may/aerzteblatt.de

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