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Fachgesellschaften betonen Bedeutung der evidenzbasierten Medizin

Donnerstag, 7. Januar 2021

/oatawa, stock.adobe.com

Berlin – Wissenschaftlich-medizinische Fachgesellschaften, ihre Studien und Leitlinien-Empfehlungen sollten noch stärker als bisher in politische Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Das fordert die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) für die nächste Legislaturperiode.

„Bei gesundheitspolitischen Überlegungen sollte die fachliche Kompetenz der Fachgesellschaften häu­figer und zu einem früheren Zeitpunkt als bisher berücksichtigt werden“, sagte der AWMF-Präsident Rolf Kreienberg. „Die aktuelle Pandemie hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, dass unser Gesundheits­system gut funktioniert und an welchen Stellen Verbesserungen notwendig sind“, betonte er.

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Der AWMF-Präsident lobte die Zusammenarbeit mit der Politik bei der COVID-19-Pandemie. „Hier haben wir gut mit der Gesundheitspolitik zusammengearbeitet, so zum Beispiel im Rahmen einer Task-Force, die Leitlinien rund um SARS-CoV-2 und dessen klinisches Erkrankungsbild gesammelt und einem struk­turierten Konsensprozess zugeführt hat“, so Kreienberg.

Entscheidend sei jedoch, diese Form der Zusammenarbeit künftig auch in anderen Handlungsfeldern auf- und auszubauen. Als wichtige Bereiche nannte er beispielhaft die alternde Gesellschaft, die Zunah­me chronischer Erkrankungen, Antibiotikaresistenzen und die Digitalisierung der Gesellschaft.

Die AWMF fordert zudem, dem medizinischen Nachwuchs attraktivere Berufsperspektiven zu bieten. „Immer mehr Fächer leiden sowohl in der Patientenversorgung als auch in der Wissenschaft an einem Mangel junger Wissenschaftler und Ärzte“, warnt die Organisation.

Die AWMF betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Ausbildung in der ambulanten Medizin in Lehrpraxen und Hochschulambulanzen. „Andererseits müsste aber auch der Aufbau von wissenschaft­lichen Karrierepfaden für Ärzte und jungen Wissenschaftler durch ausreichende finanzielle Mittel ge­stärkt werden“, hieß es aus der Arbeitsgemeinschaft. © hil/aerzteblatt.de

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