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Politik

Holetschek : „Wichtig, dass wir Gas geben“

Donnerstag, 7. Januar 2021

Klaus Holetschek (CSU)/ picture alliance, Karl-Josef Hildenbrand

München – Bayerns neuer Ge­sund­heits­mi­nis­ter Klaus Holetschek (CSU) verspricht mehr Tempo bei Co­rona­impfungen. „Wir werden bald schneller vorankommen. Es ist wichtig, dass wir Gas geben. Denn die Impf­bereitschaft ist da“, sagte er dem Münchner Merkur heute. „Wir haben in Bayern ein gutes System mit 99 Impfzentren aufgebaut. Aktuell haben wir 86.000 Menschen geimpft. Natürlich könnten es mehr sein, wenn mehr Impfstoff da wäre.“

Morgen sollen nach Angaben Holetscheks 107.000 weitere Impfdosen in Bayern eintreffen, danach soll es wöchentlich weitergehen. „Wir entwickeln gerade Übersichten für die Impfzentren, damit sie besser planen können. Sie müssen schließlich verlässlich wissen, wie viel Impfstoff sie haben, um Termine zu vereinbaren“, sagte Holetschek.

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Er wolle die Kommunikation mit der Bevölkerung verbessern – und denke über Impfbusse nach: „Alle Über-80-Jährigen werden angeschrieben und informiert, wie die Terminvergabe vor Ort abläuft“, sagte er. „Wir müssen das System ständig weiterentwickeln und kreative Lösungen dafür finden, wie wir die Men­schen zu dem Impfstoff und den Impfstoff zu den Menschen bringen. Vorstellbar wären zum Beispiel Impfbusse, die rausfahren zu den Menschen.“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte gestern bekannt gegeben, dass Holetschek das Amt von Melanie Huml (CSU) übernehmen soll, die spätestens seit einer heftigen Panne bei Coronatests von Reiserückkehrern im Sommer in der Kritik stand. Sie wechselt als Europa-Ministerin in die Staatskanzlei.

Huml sei „in der Präsentation zu ruhig“ gewesen, sagte die Direktorin der Akademie für Politische Bil­­dung in Tutzing, Ursula Münch, dem Bayerischen Rundfunk. Man habe „zu wenig gemerkt, was sie ei­gentlich tut, was das Ge­sund­heits­mi­nis­terium tut“.

Außerdem seien auch nach dem Sommer weiterhin Pannen passiert: „Es ist in Bayern das knappe Mittel, das man verfügbar hatte, nicht ausreichend viel geimpft worden. Manches ist verfallen, weil man die falschen Transportmittelwege benutzt hat. Da ist schon einiges an Kritik zusammengekommen.“

Ihr Nachfolger Holetschek „scheint eher der Macher zu sein“, sagte Münch. Eine ähnliche Formulierung hatte auch Söder bei der Bekanntgabe der Personalie benutzt. Holetschek habe einen guten Kontakt zu den Kommunen, sagte Münch dem BR. „Er ist jemand, der anscheinend sehr gut organisieren kann“ und der „schneller erkennt, wo gehandelt werden muss“.

Holetschek selber, der seit dem Sommer Staatssekretär in Humls Ministerium war, nannte sein neues Amt im Merkur eine große Herausforderung: „Ich habe Respekt und Demut vor dieser Aufgabe.“ © dpa/aerzteblatt.de

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