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Altersdepressionen: Neues Graduiertenkolleg in München

Freitag, 8. Januar 2021

/pathdoc, stock.adobe.com

München – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ein neues Forschungs- und Ausbil­dungs­­programm zu Altersdepressionen an der Ludwigs-Maximilians- und der Technischer Universität München. Ziel ist, auf der hausärztlichen Versorgungsebene Depressionen im Alter früher und sicherer zu erkennen und zu behandeln.

„Das Forschungskolleg verknüpft in einem neuartigen und umfassenden Ansatz allgemeinmedizinische, psychiatrische, psychologische, psychosomatische, psychometrische und informationstechnologische Expertise“, erläuterte der Sprecher des Kollegs, Jochen Gensichen vom Institut für Allgemeinmedizin des LMU Klinikums.

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Insgesamt sollen in der Laufzeit des Graduiertenkollegs drei Gruppen von je 20 jungen Ärzten und Wis­sen­schaftlern forschungsnah ausgebildet werden. Es richtet sich vor allem an Kandidaten aus Medizin, Psycho­logie, Pharmazie sowie Gesundheits- und Pflegewissenschaften.

Angehende Hausärzte können ihre medizi­nische Promotion parallel zu ihrer Facharztausbildung machen. Sie sollen wirksame neue Diagnose- und Therapieoptionen zur primärärztlichen Versorgung von depres­siven Erkrankungen entwickeln, prüfen und implementieren.

Die DFG fördert das Ausbildungs- und Forschungsprogramm in den kommenden fünf Jahren mit insge­samt fünf Millionen Euro. Hausärzte sind für viele Patienten mit Mehrfacherkrankungen und Depressio­nen die erste Anlaufstelle.

„Doch schon eine präzise Diagnose zu stellen, ist nicht einfach. Die unterschiedlichen Symptome etwa bei Depressionen lassen sich nur schwer gegeneinander abgrenzen. Oft maskieren somatische Mehr­fachleiden die dahinterliegenden psychischen Erkrankungen“, hieß es aus München.

Depressionen beeinflussten zudem häufig die Krankheitsverläufe von chronisch-somatischen Leiden. Das mache deren Behandlung schwierig. Zudem sei in die Betreuung der multimorbiden Kranken eine ganze Reihe von Professionen eingebunden, die Behandlung also stark fragmentiert. © hil/aerzteblatt.de

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