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Ruhe und Erholung sind kein Ersatz für echten Schlaf

Freitag, 8. Januar 2021

/picture alliance, Christin Klose

Freiburg – Während des Schlafens laufen im Gehirn aktive Erholungsprozesse ab, die sich nicht durch Ruhe ersetzen lassen. Das berichten Wissenschaftler um Christoph Nissen von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Freiburg im Fachmagazin Sleep (2021: DOI: 10.1093/sleep/zsaa216).

An der Studie nahmen 66 Teilnehmer teil. Sie übten zunächst, bestimmte visuelle Muster zu erkennen und zu unterscheiden. Im Anschluss war eine Gruppe wach und sah dabei Videos oder spielte Tisch­ten­nis. Eine Gruppe schlief für eine Stunde und die dritte Gruppe blieb wach, war jedoch in einem abge­dunkelten Raum ohne äußere Reize und unter kontrollierten Schlaflaborbedingungen.

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Die Gruppe, die geschlafen hatte, schnitt im Anschluss bei der Mustererkennung deutlich besser ab als die Gruppe, die wach und aktiv war. Sie übertraf auch die passiv-wache Gruppe. Der erholsame Effekt des Schlafes korrelierte mit der im sogenannten NREM-Schlaf verbrachten Zeit und mit der elektro­en­zephalo­gra­phischen Slow-Wave-Energie, von der angenommen wird, dass sie die Renormalisierung der synap­tischen Stärke widerspiegelt, berichten die Forscher.

„Das zeigt, dass es der Schlaf selbst ist, der den Unterschied macht“, sagte der Ko-Studienleiter Dieter Riemann, Leiter des Schlaflabors an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklini­kums Freiburg.

Keinen Unterschied bei der Leistungsfähigkeit konnten die Wissenschaftler dagegen bei aktivem gegen­über passivem Wachsein beobachten. „Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Schlaf mehr ist als ein Zustand reduzierter Reizinterferenz, sondern dass schlafspezifische Hirnaktivität die Leistung durch aktive Verfeinerung der kortikalen Plastizität wiederherstellt“, berichten die Forscher.

„Schlaf ist für die Erholung des Gehirns unersetzlich. Er lässt sich für eine Leistungsverbesserung nicht durch Ruhephasen ersetzen“, sagte Nissen. Laut den Wissenschaftlern geben die Ergebnisse der Studie wichtige Hinweise für die Planung intensiver Lernphasen wie dem Abitur oder anderer Prüfungen. © hil/aerzteblatt.de

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