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Politik

COVID-19: Die Hälfte aller Impfungen bekommt das Gesundheitspersonal

Donnerstag, 7. Januar 2021

/picture alliance, Felix Kästle

Berlin – Fast die Hälfte aller SARS-CoV-2-Impfungen in Deutschland ging bisher an Gesundheitsper­so­nal. Das meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem aktuellen Lagebericht. Nach aktuellen Zahlen von heute erhielten bundesweit mittlerweile mehr als 417.000 Menschen den mRNA-Impfstoff von Biontech und Pfizer.

Seit dem Impfstart am 26. Dezember wurden demzufolge 201.000 Dosen mit „beruflicher Indikation“ verimpft, also an Ärzte und Pflegekräfte mit sehr hohem Ansteckungsrisiko. Das waren etwa 17.000 am Tag. Weitere rund 168.000 Impfungen erhielten Pflegeheimbewohner.

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Dabei werde in verschiedenen Bundesländern mit unterschiedlichem Tempo und mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung geimpft, so das RKI. In zehn Bundesländern stünden Impfungen aus beruflicher In­dikation im Vordergrund, während in Baden-Württemberg und dem Saarland die Mehrzahl der Impfun­gen an Personen älter als 80 Jahre gegeben werden.

In Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt gab es jeweils die meisten Impfun­gen in Pflege- und Seniorenheimen. Pro 1.000 Einwohner sind bundesweit demnach bisher fünf Men­schen gegen die Krankheit geimpft worden.

Die meisten Impfungen pro 1.000 Menschen wurden laut der Statistik bisher für Mecklenburg-Vor­pom­mern erfasst (13,5), die wenigsten für Thüringen (2,5). In absoluten Zahlen leben in Bayern mit mehr als 84.000 die meisten Geimpften. Die Werte, die den Behörden der einzelnen Bundesländer vorliegen, können jedoch deutlich höher liegen als die vom RKI gemeldeten, da es auch einen Meldeverzug gebe.

Die nächste Lieferung an Impfstoff erwarten die Bundesländer morgen. Dann sollen insgesamt 667.875 Dosen von Biontech an die 27 Anlieferzentren der Länder geliefert werden. Nach dem Verteilschlüssel unter den Bundesländern bekommt demnach Nordrhein-Westfalen 141.375 Dosen, danach folgt Bayern mit 107.250 Dosen und Baden-Württemberg mit 87.750 Dosen.

Für Berlin sind es 29.250 Dosen, Brandenburg bekommt 19.500 Dosen, Bremen 4875. Die weitere Ver­tei­lung der Dosen auf die Bundesländer, die sich nach der jeweiligen Bevölkerungsstärke richtet: Hamburg 14.625, Hessen 48.750, Mecklenburg-Vorpommern 14.625, Niedersachsen 63.375, Rheinland-Pfalz 34.125, Saarland 9.750, Sachsen 34.125, Sachsen-Anhalt 19.500, Schleswig-Holstein 24.375 sowie Thüringen 19.500.

Diese Zahlen der Dosenlieferungen sind den Bundesländern laut Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium jeweils wöchentlich bis Mitte Februar zugesichert. Für 151 Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen kommen die Impfungen jedoch zu spät. Sie sind mittlerweile an COVID-19 verstorben. Auch infizieren sich weiter­hin täglich im Schnitt fast 500 Gesundheitsmitarbeiter neu mit dem Virus und können dann bis auf wei­teres nicht geimpft werden. © jff/dpa/bee/aerzteblatt.de

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