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Frankreichs Grenze zu Großbritannien bleibt geschlossen

Freitag, 8. Januar 2021

Geschlossene Grenze in Dover. /picture alliance, PA Wire, Steve Parsons

Paris – Wegen der mutierten Variante des Coronavirus SARS-CoV-2 bleibt Frankreichs Grenze zu Groß­britannien für Reisende auf Weiteres geschlossen. Diejenigen, die reisen dürfen, müssten automa­tisch einen Test vorlegen, wenn sie Frankreich betreten, sagte Premier Jean Castex.

Den Gesundheitsbehörden zufolge gibt es in Frankreich zwei Cluster der in Großbritannien verstärkt aufgetretenen mutierten Form des Coronavirus. Vor Weihnachten war es in der Grenzregion Kent zu Chaos gekommen, weil Frankreich die Grenze überraschend geschlossen hatte. Tausende von Fernfahren hatten tagelang in ihren Lastwagen ausharren müssen.

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„Die zweite Welle ist immer noch da“, sagte Castex. Man dürfe bei der Wachsamkeit nicht nachlassen. „2021 wird das Jahr der Hoffnung“, betonte er außerdem. Restaurants, Museen, Kinos und Sportstätten nahm Castex allerdings die Hoffnung auf eine baldige Wiedereröffnung.

Für die Restaurants war eine Öffnung am 20. Januar anvisiert worden – sie dürften nun frühestens Mitte Februar wieder aufmachen. Die anderen Einrichtung blieben bis mindestens Ende Januar geschlossen.

Die Verbreitung des Virus habe seit Ende des vergangenen Jahres tendenziell zugenommen, warnte Castex. Er sprach von aktuell rund 15.000 Neuinfektionen pro Tag. Präsident Emmanuel Macron hatte Ende vergangenen Jahres maximal 5.000 Neuinfektionen pro Tag als Zielgröße ausgerufen.

In weiteren zehn Départements soll nun die abendliche Ausgangssperre auf 18 Uhr vorgezogen werden. Um welche es sich handele, werde heute Abend bekanntgegeben, hieß es. Der Sender BFMTV veröffent­lichte allerdings bereits eine Liste. Derzeit gilt diese Regelung in mehr als einem Dutzend Départements, im Rest des Landes gilt eine Ausgangssperre ab 20 Uhr.

In den vergangenen fünf Tagen seien rund 45.000 Menschen geimpft worden, sagte Castex. Bis Ende Januar werden man in der Lage sein, mindestens eine Million Menschen zu impfen, versprach er. Ab Montag könnten sich Senioren über 75 schützen lassen. Zuletzt war die Regierung massiv kritisiert worden, weil im Vergleich zu anderen Ländern in Frankreich der Impfstart extrem schleppend verlief.

Frankreich mit seinen 67 Millionen Einwohnern ist von der Pandemie schwer getroffen. Mehr als 66.000 Menschen sind bisher im Zusammenhang mit COVID-19 gestorben. Bis Mitte Dezember galten im Land generelle Ausgangsbeschränkungen – zeitweise waren auch die Geschäfte geschlossen. Sie haben aber mittlerweile wieder geöffnet. © dpa/aerzteblatt.de

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