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England erhöht das Tempo beim Impfen – verschärfter Coronalockdown möglich

Montag, 11. Januar 2021

/picture alliance, Steve Parsons

London – Im Kampf gegen eskalierende Coronafallzahlen will die britische Regierung das Tempo beim Impfen erhöhen. In England nahmen heute sieben große SARS-CoV-2-Impfzentren ihren Betrieb auf, weitere sollten im Laufe der Woche folgen, wie der staatliche Gesundheitsdienst NHS ankündigte. Bis Mitte Februar sollen die 13 Millionen gefährdetsten Bürger in England eine Impfung angeboten be­kommen haben.

Weil die Fallzahlen trotz des derzeitigen harten Lockdowns bislang nicht sinken, wird in Regierungs­krei­sen über eine Verschärfung der Regeln diskutiert. So könnten Berichten zufolge etwa die Maskenpflicht ausgeweitet oder Kindertagesstätten geschlossen werden. Außerdem soll die Polizei schärfer gegen Regelbrecher vorgehen.

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Der medizinische Berater der britischen Regierung, Chris Whitty, sagte im BBC-Interview, die nächsten Wochen würden die „schlimmsten Wochen“ der Pandemie werden. Die Krankenhäuser – insbesondere in London – geraten an ihre Belastungsgrenzen. Krankenwagen müssten teilweise stundenlang warten, bis Patienten ein Bett bekommen.

Pro 100.000 Einwohnern zählte Großbritannien in der vergangenen Woche mehr als 600 SARS-CoV-2-Neuinfektionen. Die Anzahl der offiziellen Coronatoten überstieg am Wochenende die Schwelle von 80.000.

In England sollen schon bald flächendeckend Menschen ohne Symptome im Schnellverfahren auf das Coronavirus getestet werden. Zwei Millionen Antigentests seien dafür bei einem britischen Hersteller bestellt worden, teilte Ge­sund­heits­mi­nis­ter Matt Hancock gestern mit. Millionen weitere Tests könnten in den kommenden Monaten hinzukommen. Anfangs hatte die Regierung das Projekt als „Operation Moonshot“ (Mondflug) bezeichnet.

Die Tests seien ab kommenden Freitag verfügbar, hieß es in einer Mitteilung des Gesundheitsministe­ri­ums. Innerhalb von 30 Minuten zeigen sie ein Ergebnis an. Damit will die Regierung asymptomatische Fälle aufspüren und so Übertragungsketten durchbrechen. Getestet werden sollen zunächst vor allem Menschen, die nicht von zuhause aus arbeiten können.

Kritiker sind jedoch nicht überzeugt, dass die Maßnahme wirklich hilft. Bei den „Lateral Flow Tests“ wür­den bis zu 60 Prozent der positiven Fälle nicht erkannt, sagte ein Experte von der Liverpool School of Tropical Medicine der Financial Times. Das habe die vorläufige Auswertung eines Pilotversuchs in Liver­pool gezeigt.

Hancock widersprach dieser Bewertung. „Mit dieser massenhaften asymptomatischen Testung ist die Ra­te der Fälle in Liverpool stärker gefallen als in anderen ähnlichen Gebieten, wo nur die Kontaktbe­schrän­kungen eingeführt wurden“, so Hancock gestern im BBC-Fernsehen. © dpa/aerzteblatt.de

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