szmtag Boehringer und Google arbeiten in Pharmaforschung zusammen
NewsVermischtesBoehringer und Google arbeiten in Pharmaforschung zusammen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Boehringer und Google arbeiten in Pharmaforschung zusammen

Montag, 11. Januar 2021

/picture alliance, Andreas Arnold

Ingelheim – Der rheinland-pfälzische Pharmakonzern Boehringer Ingelheim und Google wollen bei der Suche nach neuen Anwendungsmöglichkeiten von superschnellen Quantencomputern für die Entwick­lung von Medikamenten zusammenarbeiten.

Die heute bekanntgegebene Partnerschaft solle die Erfahrungen von Boehringer Ingelheim (BI) im Be­reich Wirkstoffdesign in der Pharmazie mit den technischen Möglichkeiten von Google als einem der führenden Entwickler von Quantencomputern verbinden, teilten die beiden Unternehmen mit.

Anzeige

„Auch wenn Quantum Computing eine vergleichsweise neue Technologie ist, sind wir überzeugt, dass wir mit ihrer Hilfe zukünftig noch mehr Menschen und Tiere mit innovativen und bahnbrechenden Me­dika­menten versorgen können“, sagte BI-Finanzvorstand Michael Schmelmer.

Heutige Computer könnten nicht viele der komplexen Herausforderungen meistern, die grundlegend für die frühen Phasen pharmazeutischer Forschung und Entwicklung sind, darunter insbesondere Simulati­onen und Analysen von für den Krankheitsmechanismus relevanten Molekülen.

Quantencomputer dagegen hätten das Potenzial, viel größere Moleküle als derzeit möglichst genau zu simulieren und zu vergleichen. Dadurch ergäben sich neue Möglichkeiten für pharmazeutische Innovati­onen und Therapien.

Der Pharmariese plant nach eigenen Angaben in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen in diesem Bereich. Das Unternehmen habe dafür ein Quantum-Forschungslabor eingerichtet. BI ist nach eigenen Angaben weltweit das erste Pharmaunternehmen, das mit Google im Bereich Quantencomputer zusammenarbeitet. Die Partnerschaft sei auf drei Jahre angelegt.

Ein Quantencomputer speichert Informationen nicht in Form von Bits, die nur zwei mögliche Zustände annehmen können, nämlich Eins oder Null. Ein „Qubit“ eines Quantencomputers kann stattdessen beides gleichzeitig sein, also Eins und Null. Das Quantenteilchen hält solange beide Zustände inne, bis man es sich ansieht oder misst.

Damit können Quantencomputer theoretisch um ein Vielfaches schneller und leistungsfähiger sein als herkömmliche Rechner. Darüber hinaus bietet die Quantentechnologie nach Ansicht von Experten weitere Vorteile – etwa abhörsichere Datenübertragung. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER