szmtag Söder will Wirtschaft bei Spitzengespräch zu mehr Homeoffice drängen
NewsPolitikSöder will Wirtschaft bei Spitzengespräch zu mehr Homeoffice drängen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Söder will Wirtschaft bei Spitzengespräch zu mehr Homeoffice drängen

Montag, 11. Januar 2021

/Rymden, stock.adobe.com

München – Im Kampf gegen das Coronavirus will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Arbeitgeber im Freistaat zu mehr Homeofficemöglichkeiten für Beschäftigte drängen, auch mit konkreten Zielvorgaben. Voraussichtlich übermorgen wolle er bei einem „Homeoffice-Gipfel“ mit Wirtschaft und Gewerkschaften darüber sprechen, kündigte Söder heute in München an.

Zunächst einmal müsse man überlegen, wie die Potenziale für Homeoffice, die es gebe, besser ausge­schöpft werden könnten – bislang sei das noch nicht ausreichend der Fall. „Das muss fundamental ver­bessert werden“, verlangte Söder. Wenn das nicht funktioniere, müsse man vielleicht über „andere Maß­nahmen“ nachdenken. „Im Moment geht es erst einmal darum, nochmal alle Kräfte zu bündeln.“

Anzeige

„Wir müssen uns dann auch über Zielmarken nochmal unterhalten, die es für alle einzuhalten gilt“, sagte Söder. „Wir brauchen dringend auch beim Homeoffice Zielmarken.“ Man könne zwar nicht alles ganz ein­fach über einen Kamm scheren. „Nicht jede Branche ist gleich, nicht jede Tätigkeit ist gleich. Aber die Be­reitschaft generell muss deutlich erhöht und verbessert werden“, forderte der Ministerpräsident.

„Mein Eindruck ist, dass wir fast wieder ein bisschen zurückgefallen sind“, sagte Söder. Am Anfang der Coronapandemie sei es besser gewesen als in der jetzigen Phase. „Und darum kann man das nicht ein­fach laufen lassen, sondern man muss nochmal in der Frage eine Richtung diskutieren und das auch gemeinsam entscheiden und vorgeben.“

Söder warnte eindringlich vor den Folgen, sollte das mutierte SARS-CoV-2-Virus, das insbesondere in Großbritannien grassiert, auch hier um sich greifen. „Eines muss uns klar sein: Der jetzige Lockdown ist unter den Bedingungen geschlossen, dass das mutierte Virus nicht stärker bei uns im eigenen Land ist.“ Ihm mache die Entwicklung in England und Irland große Sorge und er hoffe, „dass wir da verschont bleiben“.

„Aber man muss der Realität ins Auge sehen: Die Wahrscheinlichkeit ist nicht so hoch“, fügte er hinzu. Deswegen könne es sein, dass man mehr Homeoffice brauche, um in den nächsten Monaten wirtschaft­lich aktiv und gleichzeitig vorsichtig und umsichtig zu bleiben.

Vor allem die Grünen hatten zuletzt mehr Homeoffice und eine deutliche Beschränkung bei den Arbeits­platzkontakten gefordert. Landtagsfraktionschef Ludwig Hartmann hatte bereits am Freitag einen „Home­office-Gipfel“ und einen „Pakt für Heimarbeit“ verlangt. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER