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Ausland

WHO verlangt Coronaimpfstart in aller Welt in spätestens 100 Tagen

Dienstag, 12. Januar 2021

Der Chef der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) Tedros Adhanom Ghebreyesus. /picture allianc, KEYSTONE, MARTIAL TREZZINI

Genf – Die Coronaimpfung für Gesundheitspersonal und Menschen, die besonders gefährdet sind, soll in allen Ländern der Welt innerhalb der nächsten 100 Tagen beginnen. Das forderte der Chef der Weltge­sundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, gestern in Genf.

Er hat immer wieder einen „Impfnationalismus“ kritisiert – die Tatsache, dass sich wohlhabende Länder praktisch alle zur Verfügung stehenden Impfdosen gesichert haben und in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen kaum Impfkampagnen gestartet sind. Problem ist vielerorts aber auch, dass viele Länder empfindliche Impfstoffe wie den des Mainzer Unternehmens Biontech mangels Tiefkühlsystemen gar nicht lagern können.

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Nach Angaben von Tedros sind WHO-Experten in China, um den Impfstoffherstellern Sinovac und Sino­pharm dabei zu helfen, die internationalen Standards für eine Zulassung zu erfüllen. Die WHO erwarte auch weitere Daten über die Sicherheit und Effektivität des Impfstoffs von AstraZeneca vom Serum-Ins­titut in Indien. Wenn die strikten Standards der WHO erfüllt seien, könnten zügig Notfall­zulassungen er­teilt werden.

Viele Länder, die anders als die EU oder die USA keine eigene Behörden haben, die Impfstoffs prüfen können, nutzen die WHO-Notfallzulassung für ihren eigenen Zulassungsprozess. Auch die UN-Organi­sationen können Impfstoff erst einkaufen und verteilen, wenn die WHO mit der Notfallzulassung grünes Licht gegeben hat.

Tedros verwies auf die Gefahr von Virusmutationen, wie sie zuletzt aus Japan gemeldet wurden. Die Ausbreitung könne verhindert werden, wenn die Menschen sich trotz Impfprogrammen an die Sicher­heits­maßnahmen halten. Er nannte unter anderem: Hände desinfizieren, Abstand halten, Räume gut lüften und Masken tragen.

„Ihr habt vielleicht die Nase voll davon, das immer wieder zu hören, aber das Coronavirus hat die Nase nicht voll von uns“, sagte Tedros. © dpa/aerzteblatt.de

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