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Ausland

Ukraine lehnt russischen Impfstoff „Sputnik V“ ab

Mittwoch, 13. Januar 2021

/picture alliance, Andrei Luzik

Kiew – Die Ukraine will den russischen Coronaimpfstoff Sputnik V nicht zulassen und auf andere Impf­­stoffe warten. Die Regierung in Kiew hält das Mittel gegen das Coronavirus für nicht ausreichend kli­nisch getestet.

„Russland denkt nicht an die Gesundheit der Ukrainer. Es denkt an das Aufzwängen seiner propagan­distischen Stempel und Ideologien“, sagte Außenminister Dmitri Kuleba gestern dem Fernsehsender 1+1.

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Es gebe keine abschließenden medizinischen Gutachten zur Wirksamkeit des Vakzins, sagte er. Viele Länder, darunter etwa Ungarn, Serbien und Argentinien, setzen hingegen auf Sputnik V.

Damit ist für die krisengeschüttelte und verarmte Ukraine ein Impfstart nicht in Sicht. Das Land hofft zwar auf Unterstützung der Welt­gesund­heits­organi­sation und auf einen chinesischen Impfstoff. Jedoch rechnen Experten nicht vor März mit dem Start der Immunisierungen.

Zuvor war bekannt geworden, dass ein Unternehmen in der ostukrainischen und russischsprachigen Großstadt Charkiw Ende 2020 die Zulassung von Sputnik V beantragt hatte. Die Behörden dürften das aber kaum genehmigen. Die Beziehungen der beiden Länder sind seit Russlands Annexion der ukrai­nischen Schwarzmeerhalbinsel Krim im Jahr 2014 zerrüttet.

In der Ukraine gibt es zum zweiten Mal einen Lockdown, der vorerst noch bis Sonntag kommender Woche gilt. Ukrainischen Amtsärzten zufolge hat das osteuropäische Land jedoch den Höhepunkt der derzeitigen Infektionswelle hinter sich.

Auch in der Statistik des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums gehen die Krankenhauseinweisungen wegen Infek­ti­onen mit dem Coronavirus sowie die Sterbefälle seit Mitte Dezember stetig zurück. Bisher haben sich mehr als 1,1 Millionen Menschen in der Ukraine mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 20.000 Men­schen starben mit dem Virus. © dpa/aerzteblatt.de

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