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Terminhotline: Noack unzufrieden, sieht aber Fortschritte

Mittwoch, 13. Januar 2021

/picture alliance, Patrick Pleul

Potsdam – Das Impfen soll in Brandenburg nach dem Willen der Kassenärzte schneller gehen – dafür ist aus ihrer Sicht aber mehr Impfstoff nötig. „Es muss jetzt mehr Impfstoff vom Bund kommen“, sagte der Vorstandschef der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), Peter Noack.

„Wir können nur so viele Termine vergeben, wie gesichert Impfstoff vorhanden ist.“ Irgendwann seien Krankenhäuser und Pflegeheime „durchgeimpft“. „Dann muss so viel Impfstoff da sein, dass man dauer­haft die Impfzentren auf Volllast fahren kann.“ Die KV organisiert gemeinsam mit dem Land die Impf­zent­ren, in denen sich über 80-Jährige und medizinisches sowie Pflegepersonal impfen lassen können.

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Der KV-Chef räumte einen problematischen Start bei der Terminvergabe für Impfzentren über die Ruf­nummer 116 117 ein, sieht aber Fortschritte. „Wir sind immer noch unzufrieden mit der Hotline, weil wir glauben, es geht noch besser. Aber wir können in den letzten Tagen eindeutig erkennen, dass das besser wird“, sagte Noack.

Am ersten Tag hätten rund 23.000 Menschen die Hotline angerufen, aber weniger als zehn Prozent der Anrufer seien durchgekommen. „Jetzt hat es sich eingependelt auf rund 3.500 bis 3.700 eingehende An­rufe pro Tag – und da haben wir eine Annahmequote von 85 bis 90 Prozent.“ Der Anteil derer, für die Ter­mine vergeben würden, liege zwischen 80 und 95 Prozent. „Es rufen also mittlerweile vor allem Men­schen an, die die Voraussetzung für eine Terminvermittlung erfüllen.“

Bis Anfang Februar sollen elf Impfzentren im Land errichtet sein. Noack verwies darauf, dass es auch ein Konzept für eine Erweiterung gebe. Brandenburg lag bei den Impfungen pro 1.000 Einwohner gestern mit 6,0 an drittletzter Stelle hinter Sachsen und Thüringen.

Bei der Impfung von Pflegeheimbewohnern war Brandenburg das Schlusslicht. „Das liegt einfach daran, weil viele der anderen Länder sehr stark in das mobile Impfen investiert haben, da hängen wir ein biss­chen zurück“, sagte Noack. „Das organisiert das Deutsche Rote Kreuz, wir haben eine Impfpartner­schaft.“ Für Pflegeheime sei Vorbereitung notwendig. „Mit dem, was jetzt geplant ist, wird das so stark intensi­viert – ich glaube, da werden wir gut aufholen.“

Bis zur Impfung eines Großteils der Bevölkerung ist es nach Ansicht des KV-Chefs noch ein längerer Weg. „Wir werden das Ziel der Herdenimmunität in Brandenburg nur erreichen, wenn wir in der Lage sind, alle Arztpraxen mit einem Impfstoff zu beliefern, der dort richtig verwendet werden kann“, sagte Noack. „Da ist zur Zeit der beste von Astrazeneca, den kann man ganz einfach im Kühlschrank lagern.“

Der Impfstoff von Biontech und Pfizer muss bei minus 70 Grad gekühlt werden, der von Moderna – der seit gestern in Deutschland verteilt wird – ist einfacher zu handhaben. Beide Impfstoffe sind in der EU zugelassen, das Vakzin von Astrazeneca noch nicht. © dpa/aerzteblatt.de

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