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London: Patientenversorgung in Hotels möglich

Mittwoch, 13. Januar 2021

/picture alliance, empics, Yui Mok

London – Um den Druck auf Londoner Krankenhäuser zu verringern, erwägt die britische Regierung, Patienten in Hotels zu verlegen. Das bestätigte Ge­sund­heits­mi­nis­ter Matt Hancock in einem Interview mit dem Nachrichtensender Sky News heute.

„Auf dem NHS (Gesundheitsdienst) lastet enormer Druck, und wir überlegen alles Mögliche, um diesen Druck zu nehmen“, so Hancock. Er betonte jedoch, das komme nur in Frage, wo es auch medizinisch ver­tretbar sei.

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Ein Sprecher des King's College Hospital in London teilte mit, die Klinik habe Partnerschaften mit Hotels in der Nähe vereinbart, um vornehmlich wohnungslose Patienten zu verlegen, die in der Lage seien, das Krankenhaus zu verlassen.

Großbritannien ist von der Coronapandemie besonders stark betroffen. In Teilen des Landes stehen die Krankenhäuser kurz vor dem Kollaps. Verantwortlich wird dafür auch eine neue Virusmutation gemacht, die sich nach Ansicht von Experten erheblich schneller ausbreitet als die bisher vorherrschende Variante.

Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz, das ist die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner über eine Woche, liegt landesweit bei knapp 600.

Berichten zufolge will die Regierung auch ausgewählte Impfzentren rund um die Uhr betreiben, um das Impfprogramm zu beschleunigen. Bislang wurden in Großbritannien mehr als 2,4 Millionen Menschen mit einer ersten Dosis geimpft. Mehr als 400.000 Menschen erhielten bereits die von den Herstellern für den besten Schutz empfohlene zweite Impfung.

Die Regierung in London steht immer wieder wegen ihres Umgangs mit der Pandemie in der Kritik. Pre­mierminister Boris Johnson, Bildungsminister Gavin Williamson und der für das Impfprogramm zuständi­ge Staatssekretär Nadhim Zahawi sollten noch heute vor Ausschüssen im Parlament dazu befragt wer­den. © dpa/aerzteblatt.de

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