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Lockdown in Dänemark und Portugal

Donnerstag, 14. Januar 2021

/Irina, stock.adobe.com

Kopenhagen – Die im Kampf gegen die Coronapandemie geltenden Beschränkungen des öffentli­chen Lebens werden in Dänemark und Portugal verschärft. Das gaben die Regierungen der beiden Länder gestern bekannt.

Dänemark verlängert den Lockdown um drei Wochen, wie Ge­sund­heits­mi­nis­ter Magnus Heunicke sagte. Bei der Verlängerung der Maßnahmen bis zum 7. Februar gehe es vor allem darum, ei­ne zunächst in England aufgetretene und sich auch in Dänemark verbreitende Mutation des Coronavirus an der weiteren Ausbreitung zu hindern, sagte er.

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Die Verlängerung der Coronamaßnahmen in Dänemark bedeutet, dass Geschäfte, Einkaufszentren, Res­taurants und andere Lokale sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Kinos und Museen nach wie vor geschlossen bleiben müssen. Supermärkte, Lebensmittelgeschäfte und Apotheken bleiben offen. Zu­gleich werden Schüler der in Dänemark bis zur neunten Klasse gehenden Folkeskole weiter aus der Distanz unterrichtet.

Die maximal erlaubte Teilnehmerzahl für Zusammenkünfte ist auf fünf Personen herabgesetzt worden, auch der Reiseverkehr in und aus dem Ausland wurde von der dänischen Regierung stark eingeschränkt. Dänemark hat bei den jüngsten Zahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC auf die Bevölkerung gerechnet zuletzt fast doppelt so viele Neuinfektionen gehabt wie Deutschland – die Zahl ist aber rückläufig.

Besonders die britische Coronavariante B.1.1.7 bereitet den Dänen große Sorgen, sie ist mittlerweile bei 208 Menschen im Land nachgewiesen worden, wie Heunicke sagte. Die Variante sei nicht gefährlicher, jedoch ansteckender.

Erneuter Lockdown in Portugal

Auch Portugals Regierung hat wegen stark steigender Coronazahlen erneut einen landesweiten harten Lockdown angeordnet. Die Menschen dürfen damit ab morgen das Haus nur noch aus dringendem An­lass wie etwa zum Einkaufen, zur Arbeit oder für Arztbesuche verlassen.

Die Maßnahmen gelten zunächst für einen Monat, sollen jedoch nach 15 Tagen überprüft werden, kün­digte Regierungschef António Costa gestern an. „Denken sie nicht an die Ausnahmen, sondern an die Regel. Und die Regel ist einfach: Jeder von uns muss zu Hause bleiben“, sagte Costa.

Die Schulen sollten anders als beim Lockdown während der ersten Coronawelle geöffnet bleiben. Die Arbeit im Home Office soll, wo immer sie möglich ist, obligatorisch sein, ohne dass es dafür einer Ver­einbarung von Arbeitnehmer und Arbeitgeber bedürfe, betonte Costa. Gaststätten und Geschäfte, außer für Lebensmittel und den täglichen Grundbedarf, müssten schließen.

„Wir durchleben gerade gefährliche Zeiten, aber auch mit wachsenden Hoffnungen“, sagte Costa im Hin­blick auf die schnell steigenden Infektionszahlen einerseits sowie die begonnene Impfkampagne ande­rerseits. Zugleich stimmte das Parlament einer Verlängerung des seit Anfang November geltenden Aus­nahmezustands vorerst bis Ende des Monats mit großer Mehrheit zu.

Im Vergleich zu anderen Ländern Europas war Portugal im Frühjahr und im Sommer noch relativ glimpf­lich durch die Pandemie gekommen. Im Herbst wurde die Lage aber immer schlechter. Nach jüngsten Zahlen der EU-Agentur ECDC steckten sich zuletzt binnen 14 Tagen 517 Menschen je 100.000 Einwoh­ner mit dem Virus an. © dpa/aerzteblatt.de

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