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Impfstoffentwickler sorgen für Finanzierungsrekord

Donnerstag, 14. Januar 2021

/Paulista, stock.adobe.com

Berlin – Noch nie zuvor ist so viel Geld in die deutsche Biotechnologiebranche geflossen wie im vergan­genen Jahr – vor allem wegen der beiden Impfstoffentwickler Biontech und Curevac. Mehr als drei Mil­liarden Euro sammelte die Biotechindustrie über Kapitalerhöhungen, die Börse oder Finanz­investoren im ersten Jahr der Coronakrise ein, wie der Branchenverband, die Biotechnologie-Industrieorganisation (Bio Deutschland), heute mitteilte.

Das war demnach mehr als drei Mal so viel Geld wie 2019 und mehr als doppelt so viel wie 2018. Aller­dings gingen rund die Hälfte dieser Finanzmittel im vergangenen Jahr ausschließlich an Biontech und Curevac, die rund 1,5 Milliarden Euro einsammelten. 300 Millionen Euro davon stammen aus Beteiligun­gen des Bundes an beiden Unternehmen.

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„Das heißt im Umkehrschluss, dass die restlichen Milliarden sich auf Hunderte andere Unternehmen auf­teilen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Oliver Schacht, heute in Berlin. Er wünsche sich deshalb mehr solcher Leuchttürme in Deutschland und mutigere Kapitalgeber. Denn im Vergleich zu den USA seien private Investoren in Deutschland auch aufgrund des hohen Kapitalbedarfs und Ausfall­risikos deutlich zurückhaltender.

Während es im frühen Forschungsstadium für junge Start-ups und Unternehmen in der Branche noch zahl­reiche Fördermöglichkeiten auch seitens des Bundes gebe, tue sich in späteren Phasen eine Finan­zierungslücke auf. „Wir sind historisch schwach aufgestellt, wenn es darum geht, die Unternehmen groß werden zu lassen“, sagte Schacht. Für kapitalintensive Phasen, etwa bei groß angelegten Studien oder dem Aufbau von Produktionslinien, fehle häufig das Geld.

Auch deshalb seien Börsengänge in Deutschland selten. Den Unternehmen fehle es an Größe. „Wir haben in den USA mehr börsennotierte Biotechunternehmen als in Deutschland insgesamt“, sagte Schacht.

Die Politik dürfe es vor allem Investoren von außerhalb der EU nicht unnötig schwer machen, forderte der Verband deshalb. Fördertöpfe müssten zudem besser an die Branche angepasst werden. So fielen Biotechunternehmen häufig durchs Raster, etwa, weil sie nicht die nötige Eigenkapitaldecke aufwiesen. © dpa/aerzteblatt.de

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