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Bayer will bei Produktion von Coronaimpfstoffen helfen

Montag, 18. Januar 2021

/picture alliance, Artur Widak

Berlin – Vor dem Hintergrund der Knappheit an Coronaimpfstoffen in Deutschland und weiteren Ländern hat der Pharmakonzern Bayer Unterstützung zugesagt. „Wir sind bereit, dafür alle Hebel in Bewegung zu setzen“, sagte Bayer-Chef Werner Baumann der Zeitung Welt am Sonntag.

Man prüfe intensiv, ob man neben der bereits vereinbarten Entwicklung und Bereitstellung des Impf­stoffs auch bei der Produktion helfen könne. Es gehe dem Bayer-Konzern dabei nicht primär um finan­zi­elle Überlegungen, versicherte der Konzernchef. Vielmehr wolle sein Unternehmen dazu beitragen, den Impfstoff so schnell wie möglich verfügbar zu machen.

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„Mit unserem Produktionsnetzwerk in Deutschland und den USA sowie dem entsprechenden zeitlichen Vorlauf wären wir grundsätzlich in der Lage, Impfstoff in größeren Mengen zu produzieren“, sagte Bau­mann der Welt am Sonntag.

Anfang Januar hatte der Pharmakonzern bereits eine gemeinsame Vertriebs- und Entwicklungsallianz mit dem Tübinger Impfstoffhersteller Curevac angekündigt. Der Coronaimpfstoff von Curevac ist allerdings noch nicht marktreif.

Curevac arbeitet wie der deutsche Konkurrent Biontech mit einem Wirkstoff auf Basis von Messenger-Ri­bonukleinsäure (mRNA), die auch als Boten-RNA bezeichnet wird. Im Gegensatz zum Biontech-Impf­stoff, der längerfristig bei minus 70 Grad gelagert werden muss, bleibt der Curevacimpfstoff nach Un­terneh­mens­angaben auch bei Kühlschranktemperaturen mindestens drei Monate stabil.

Laut einem Bericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) von vorgestern, haben in Deutschland seit Beginn der Impfkampagne Ende Dezember bislang gut eine Million Menschen die erste von zwei Coronaimpfdosen erhalten. Um eine Herdenimmunität gegen SARS-CoV-2 zu erreichen, müssten Schätzungen zufolge mehr als 60 Prozent der Bevölkerung geimpft werden. © afp/aerzteblatt.de

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