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Ausland

Johnson: Druck auf Gesundheitssystem ist außergewöhnlich

Montag, 18. Januar 2021

/picture alliance, Dominic Lipinsk

London – Der britische Premierminister Boris Johnson hat angesichts einer Rekordzahl an COVID-19-Pa­tienten in den Krankenhäusern des Landes den Druck auf das Gesundheitssystem als „außergewöhn­lich“ bezeich­net.

In einigen Kranken­häusern müssten Krebsoperationen verschoben werden und Krankenwagen vor der Tür in der Schlange stehen, sagte Johnson am vergangenen Freitag in London. „Dies ist nicht die Zeit für das kleinste bisschen Entspannung.“ Die Menschen müssten weiterhin Vorsicht walten lassen und – wann immer möglich – zuhause bleiben.

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Laut offiziellen Angaben werden derzeit mehr COVID-19-Patienten in britischen Krankenhäusern behan­delt als jemals zuvor, insgesamt sind es mehr als 37.000. Allein am vergangenen Dienstag seien mehr als 4.000 Men­schen neu ins Krankenhaus eingeliefert worden, sagte Johnson.

Für den rasanten Anstieg der Neuinfektionen macht die Regierung vor allem die in England entdeckte, wohl deutlich ansteckendere Coronavirusvariante verantwortlich. Selbst im Supermarkt könne es gefähr­lich sein, zu nah an einer anderen Person in der Schlange zu stehen, warnte Johnson.

Pro 100.000 Einwoh­nern zählte Großbritannien in der vergangenen Woche mehr als 550 Neuinfektionen. In London liegt diese Kennziffer weiter in vielen Stadtteilen bei weit über 1.000.

Das Tempo der Impfkampagne soll weiter hochgeschraubt werden – unter anderem mit­hilfe von Apo­theken und 24-Stunden-Angeboten. Bislang sind in Großbritannien 3,2 Millionen Menschen gegen das Virus geimpft worden.

Aus Angst vor weiteren, neuen Varianten – etwa aus Brasilien – verschärft Großbritannien weiter seine Einreiseregeln. Ab heute ist bei der Einreise ins Land ein negativer Coronatest notwendig, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Trotzdem müssen sich Einreisende nach ihrer Ankunft in eine zehntägige Quarantäne begeben – egal, aus welchem Land sie kommen. Diese Selbstisolation kann frühestens ab dem fünften Tag durch einen weite­ren negativen Coronatest beendet werden. Die Regelung soll bis mindestens Mitte Februar gelten.

Die Regierung hat die Einreiseregeln verschärft, um sich effektiver vor der Einschleppung neuer Corona­varianten aus anderen Ländern zu schützen. Für Brasilien, wo neue Varianten entdeckt wurden, und mehre­re andere südamerikanische Länder sowie Portugal gilt sogar ein Einreiseverbot. © dpa/aerzteblatt.de

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