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Politik

Spahn zum stellvertretenden CDU-Chef gewählt

Montag, 18. Januar 2021

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn beim digitalen Bundesparteitag der CDU. /picture alliance, Michael Kappeler

Berlin – Nach der Wahl von Armin Laschet zum CDU-Chef ist Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn wie erwartet in den Kreis der fünf stellvertretenden Parteivorsitzenden aufgestiegen. Der digitale Parteitag wählte ihn vorgestern mit 589 Stimmen.

Damit erzielte der Ge­sund­heits­mi­nis­ter das mit Abstand schlechteste Ergebnis aller Kandidaten. Neben Spahn bestätigten die Delegierten den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, die Vorsit­zende des CDU-Verbandes Oldenburg, Silvia Breher, Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Ba­den-Württembergs Innenminister Thomas Strobl in ihren Ämtern als Partei-Vize.

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Für Bouffier stimmten 806 Delegierte, für Klöckner 787, für Breher 777 und für Strobl 670. Das Ergebnis der digitalen Abstimmung muss noch in einer Briefwahl bestätigt werden, dies gilt aber als Formalie.

Bei dem Parteitag hatte es vor der Wahl zu den Vizeposten vereinzelte Missklänge gegeben. Spahn hatte sich beim Parteitag in einer Fragerunde der Delegierten mit den Vorsitzbewerbern zu Wort gemeldet und dann keine Frage gestellt, sondern eine Werberede für Laschet gehalten. Spahn war mit Laschet als Team angetreten.

In Merz' Lager war daraufhin von einem „Foulspiel“ Spahns die Rede. Laschet verteidigte den Gesund­heitsminister: Er habe Spahns Auftritt „in Ordnung“ gefunden. Die geringe Stimmenzahl für Spahn bei der Wahl der Vize-CDU-Chefs könnte allerdings auf Spahns Rede zurückzuführen sein.

Bei der Wahl des CDU-Vorsitzenden hatte sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet in einer Stichwahl gegen Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz durchgesetzt. Der Außenpolitiker Nor­bert Röttgen war bereits in der ersten Wahlrunde ausgeschieden. Laschet hatte in seinem Wahlkampf zum CDU-Chef immer betont, dass er sich Spahn als Parteivize wünsche.

Die Frage der Kanzlerkandidatur blieb weiter offen. Zu eigenen Ambitionen äußerte Laschet sich nicht: Er werde im März mit CSU-Chef Markus Söder „sicher einen gemeinsamen, guten Vorschlag“ machen. Söder wollte sich im ZDF nicht darauf festlegen, dass Laschet als CDU-Chef der „natürliche Kanzlerkan­didat“ der Union sei. Laschet sei „der natürliche Parteivorsitzende der CDU“, sagte Söder lediglich. © dpa/afp/aerzteblatt.de

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