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Medizin

CDC: Neue Variante wird sich bis März in den USA durchsetzen

Montag, 18. Januar 2021

/zsuriel, stock.adobe.com

Atlanta – Die Variante B.1.1.7, die in den USA bis Mitte Januar bei weniger als 100 Personen nachge­wiesen wurde, könnte innerhalb von wenigen Monaten das Infektionsgeschehen dominieren, warnen die Centers of Disease Control and Prevention (CDC) in Modellberechnungen im Morbidity and Mortality Weekly Report (2021; DOI: 10.15585/mmwr.mm7003e2).

Die Variante B.1.1.7, die vermutlich im November in England entstanden ist, könnte nach derzeitigem Kenntnisstand bis zu 70 % ansteckender sein als andere Stämme von SARS-CoV-2. Die Infektiologin Summer Galloway und ihre CDC-Mitarbeiter aus Atlanta gingen in ihren Berechnungen nur von einem Anstieg um 50 % aus. Sie nahmen weiter an, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt 0,5 % der Infektionen in den USA von B.1.1.7 ausgelöst werden.

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Das ist zwar deutlich mehr als die 76 identifizierten Fälle, die bis zum 13. Januar aus 10 Staaten gemeldet wurden. Da die Proben jedoch nicht systematisch auf B.1.1.7 überprüft werden, könnte dies eine realistische Annahme sein.

Die Modellberechnungen ergaben, dass B.1.1.7 im März zur häufigsten Variante von SARS-CoV-2 in den USA werden wird. Bis Mai könnten fast alle Infektionen auf B.1.1.7 zurückzuführen sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Forscher von einer initialen Reproduktionszahl (Rt) von 1,1 ausgehen, bei der die Infektionszahlen weiter ansteigen würden, oder ob die Epidemie bei einem Rt-Wert von 0,9 langsam abflauen würde. Im zweiten Szenario könnte B.1.1.7 wegen der höheren Infektiosität sogar den Rt-Wert wieder auf über 1 anheben. Die Erkrankungszahlen würden dann wieder exponentiell ansteigen.

Eine Wende könnten die Impfungen bringen. Wenn pro Tag 1 Million Dosen verabreicht würden (und die Impfung auch vor B.1.1.7 schützt, wie derzeit allgemein angenommen wird), dann sollten nach den Berechnungen von Galloway die Infektionszahlen auf jeden Fall zurückgehen. Das Ende der Epidemie, das ohne B.1.1.7 etwa im Mai erreicht würde, würde sich jedoch noch weiter hinauszögern. © rme/aerzteblatt.de

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