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Politik

Coronapandemie rückt Gesundheitspolitik in den Fokus

Mittwoch, 20. Januar 2021

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Karin Maag. /picture alliance, Christoph Hardt, Geisler-Fotopress

Berlin – Die Coronapandemie hat die Gesundheitspolitik verstärkt in den gesamtgesellschaftlichen Fo­kus gerückt. Dieses Teilfazit hat heute Karin Maag, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bun­destagsfraktion, im Rahmen des Jahreskongresses des Bundesverbands Managed Care (BMC) gezogen.

Trotz der in den vergangenen Monaten notwendigen gesetzgeberischen Reaktionen auf die pandemische Lage habe man im Verlauf der Legislaturperiode bereits „unfassbar viel“ in verschiedensten Bereichen des Gesundheitswesen getan.

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Ihrer Einschätzung nach hätte man allerdings ohne die Corona­pandemie insbesondere bezüg­lich einer Reform der Notfallversorgung mehr machen können. Zudem gelte es, in der kommenden Le­gis­laturperiode die Krankenhausfinanzierung anzugehen.

Teilweise Zustimmung äußerte Maria Klein-Schmeink, gesundheitspolitische Sprecherin der Bundestags­fraktion der Grünen: Die Pandemie habe die Wertschätzung für das Gesundheits­system als Teil der Da­seinsvorsorge nochmals gesteigert. Sie teilte zudem die Einschätzung, dass die Mechanismen der Kran­kenhausfinanzierung dringend reformbedürftig seien.

Zugleich plädierte Klein-Schmeink aber auch für einen „größeren ordnungspolitischen Aufschlag“ zur Stärkung einer vernetzten und koordinierten Gesundheitsversorgung. Dabei entsprächen bundesweite Rahmenvorgaben zu Leistungsansprüchen und -qualität ihrer Meinung nach nicht einer regionalen und zielgruppenorientierten Ausgestaltung.

Man könne die flächendeckende Stärkung der interprofessionellen Zusammenarbeit durchaus mit der Berücksichtigung der lokalen und kommunalen Gegebenheiten verbinden. Dazu müsse ein „Leitbild“ der angestrebten Versorgung entwickelt und dann die entsprechenden regulatorischen Voraussetzungen ge­schaffen werden. Derzeit würden beispielsweise Lotsen- und Begleitungsmodelle, wie sie etwa im Rah­men des Innovationsfonds erprobt werden, nur schwer den Sprung in die Regelversorgung schaffen.

Auch hier zeichnete sich durchaus eine gemeinsame Linie der Gesundheitspolitikerinnen ab. Versor­gungs­modelle mit Lotsenfunktion seien aus ihrer Sicht unbedingt zu begrüßen, so Maag. Sie werde sich für eine geregelte Etablierung einsetzen. Die CDU-Politikerin verwies aber einschränkend darauf, dass es wohl ein schrittweises Vorangehen geben werde: Auch für die kommende Legislatur erwarte sie keine flächendeckende Umsetzung. © aha/aerzteblatt.de

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