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Möglicherweise neue Coronavirusvariante: Untersuchung in Charité

Montag, 18. Januar 2021

/Josh, stock.adobe.com

Garmisch-Partenkirchen – Am Klinikum Garmisch-Partenkirchen ist möglicherweise eine weitere neue Variante des Coronavirus SARS-CoV-2 entdeckt worden. Derzeit würden Proben an der Berliner Charité untersucht, teilte das Klinikum heute mit.

Bei einem Ausbruch in dem Krankenhaus habe der Verdacht bestanden, dass bei den Infektionen eine veränderte Variante eine Rolle spielen könnte. „Dies hat sich in einer ersten Zwischenmeldung der Cha­rité bestätigt.“ In dem Klinikum waren 52 Patienten und 21 Mitarbeiter positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden.

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Noch ist aber unklar, ob die Veränderung wirklich neu ist und ob sie Auswirkungen auf die Ansteckungs­rate oder die Schwere der Erkrankung hat. Seit Beginn der Coronapandemie wurden weltweit etliche Ver­änderungen in den Erbgutsequenzen des Virus erfasst.

Als für Europa relevant gelten derzeit vor allem zwei zunächst in Großbritannien und Südafrika nachge­wiesene Varianten (B.1.1.7 und B.1.351), die nach derzeitigem Kenntnisstand merklich ansteckender sind als das Ursprungsvirus.

Bei dem am Klinikum Garmisch-Partenkirchen nachgewiesenen Erreger handele es sich nicht um eine dieser beiden Varianten, erläuterte Clemens Stockklausner, stellvertretender Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin an dem Klinikum.

An der Position 501 gebe es keine Mutation – diese wäre typisch für die britische und die südafrika­ni­sche Mutation. Es fehle aber ein Stück im Spikeprotein an den Stellen 69 und 70. Dies sei bei der briti­schen Variante der Fall, komme aber auch bei mehreren anderen Varianten vor und sei auch in Deutsch­land schon mehrfach nachgewiesen.

„Nun kommt es darauf an, welche weiteren Veränderungen sich in dem Erbgut des Virus finden lassen, um eine fundierte Einordnung treffen zu können“, sagte Stockklausner. Das ganze Genom zu sequen­zie­ren dauere rund zehn Tage. „Wir erwarten bis Ende Januar eine Rückmeldung mit weiteren und aussage­kräftigen Details.“ © dpa/aerzteblatt.de

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